ausgefahren waren und wohlbehalten in der Stroͤmung ſich befanden, konnte ſie die geringſte Veranlaſſung wieder aufbringen; denn das gukmüthigſte Paketboot begann, wenn es durch etwas aufgehalten wurde, augenblicklich aufs Neue zu dampfen, und zu keuchen:„da werde ich nun wieder aufgehalten! Was gibt es denn ſchon wie⸗ der? Ich habe Eile! Man thut mir Alles zum Trotze! Mein Gott, wer wird denn dahin wollen?“
In einem ſolchen an Verzweiflung gränzenden Zu⸗ ſtande ſah man es denn langſam durch die Nebel in das drüben ſcheinende rothfärbende Sonnenlicht gleiten.
Toms Schiff jedoch, oder eigentlich jenes Paket⸗ boot, für welches ſich Tom und ſeine Schweſter bei ei⸗ ner beſondern Gelegenheit vorzüglich intereſſirten, war noch nicht fort, ſondern in der höchſten Verwirrung. Die Paſſagiere drängten ſich über alle Maſſen und zu beiden Seiten lag ein anderes Dampfboot. Die Gange waren vollgeſtopft; verrückte Weiber, welche offenbar nach Gravesend wollten, hatten ein taubes Ohr gegen alle Vorſtellungen, daß gerade dieſes Schiff nach Ant⸗ werpen zu ſegeln im Begriff ſey, und beſtanden darauf, ihre Körbe mit Erfriſchungen hinter Scheidewänden, Waſ⸗ ſerfäſſern und Sitzen zu verbergen. Die größte Ver⸗ wirrung herrſchte.
Es war ſo unterhaltend, daß Tom, welcher Ruth an ſeinem Arm hatte, von der Werſte herabſah, und ſo we⸗ nig als es für Fleiſch und Blut moglich iſt, auf eine ältliche Dame hinter ihm achtete, die einen großen Regenſchirm mit ſich gebracht hatte, ohne zu wiſſen, was ſie mit demſelben be⸗ ginnen ſolle. Dieſes ſchreckliche Werkzeug zhatte einen ge⸗ krümmten Handgriff und die Nähe deſſelben wurde erſt in Folge eines ſchmerzlichen Drucks auf ſeine Luftröhre Tom be⸗ kannt, weil ſich der Haken um ſeine Kehle befeſtigt hatte. Nachdem er ihn bald in vollkommen guter Laune los⸗ gemacht hatte, fühlte er die Zwinge auf ſeinem Rücken; unmittelbar darauf ſuchte der Haken ſeine Fußknoͤcheln
Euch, oder ich fahre auf der Stelle ab!“ Und wenn ſie
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