Teil eines Werkes 
14.-17. Th. (1844)
Entstehung
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komme, meinte er, aber früher nicht, dürfte es nicht als abſoluter Wahnſinn erſcheinen, Herrn Pecksniff ob eines ſo ungeheuren Edelmuths in Verdacht zu haben; Kurz, er brachte Tom dieſe Idee völlig aus dem Kopfe und dieſer ſah ſich nun gezwungen, eine andere Löſung zu verſuchen.

Inzwiſchen kam Tom täglich ſeinen Pflichten mit

Eifer nach und machte bedeutende Fortſchritte mit den

Büchern. Er hatte bereits eine Art Ordnung in die⸗ ſelben gebracht und mit ſchöner Schrift dieſelben in einem Kataloge verzeichnet. hrend ſeiner Geſchäfts⸗ ſtunden befaßte er ſich mit Leſen, was oft ein nöthiger Theil ſeiner Aufgabe war; auch hatte er die Kühnheit, den einen oder den andern jener koboldartigen Bände mit nach Hauſe zu nehmen, beeilte ſich aber, ihn jedes⸗ mal am nächſten Morgen wieder mitzubringen, weil ja ſein unbekannter Dienſtherr ſich einſinden und darnach fragen könnte. So führte er ein glückliches, ruhiges Leben, ganz nach dem Wunſche ſeines Herzens.

Dennoch waren die Bücher nicht ſo intereſſant für Tom, daß ſie ihn in jene geheimnißvollen Stuben ſo ſehr vertieft hätten, daß er nie augenblicklich ſogar den leiſeſten Ton vernommen hätte. Jeder Fußtritt auf den Pflaſterſteinen außen machte ihn lauſchen, und wenn dieſe Tritte ſogar in das Haus herein kamen und trapp, trapp, trapp die Treppe heraufſchallten, ſo dachte er ſtets mit klopfendem Herzen, er werde ihn end⸗ lich von Angeſicht zu Angeſicht ſehen. Aber kein Fuß⸗ tritt überſchritt jemals den Boden unmittelbar unter ihm, als ſein eigener. Dieſe geheimnißvolle Einſamkeit er⸗ zeugte in Toms Geiſt Phantaſien, deren Ungereimtheit ſein Geiſt leicht entdeckte, aber dennoch nicht ferne hal⸗ ten konnte. Es ging ihm dabei, wie der alten franzöſi⸗ ſchen Polizei, welche wohl raſch in ihren Entdeckungen, aber ſchwacch in ihren Präventiv⸗Maßregeln war. Un⸗ beſtimmte, alberne und unerklärliche Vorſtellungen, als oh Jemand in dem innern Gemache ſich befinde, leiſe