Teil eines Werkes 
13./14. Th. (1845)
Entstehung
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3 machen müſſe, gab ich jetzt meine erſte Idee auf und ließ den Kuiſcher ſeinen Weg fortſetzen.

Nach zehn angſtvollen Minuten, während denen ich bei jedem Stoß das Geſicht des Verwundeten ſich ſchmerzlich zuſammen ziehen ſah, kamen wir in der Straße Taitbout Nr. 11 an.

Herr von Faverne bewohnte das erſte Stockwerk.

Einer der Serundanten ſtieg hinauf, die Diener zu rufen, damit fie uns beim Hinauftragen ihres Herrn behülflich ſein ſollten. Zwei Lakaien in glänzender, reich galonnirter Livrée kamen herab.

Ich bin gewohnt, die Menſchen nicht blos nach ſich ſelbſt, ſon⸗ dern auch nach ihren Umgebungen zu beurtheilen. Ich beobachtete alſo dieſe beiden Diener. Keiner von Beiden zeigte für den Verwun⸗ deten das geringſte Intereſſe.

Es war klar, daß ſie erſt ſeit kurzem im Dienſte des Herrn von Faverne waren, und daß der Dienſt ihnen für ihren Herrn keine Theilnahme eingeflößt hatte.

Wir durchſchritten eine Reihe von Zimmern, die mir reich möb⸗ lirt ſchienen, doch konnte ich ſie nicht genauer muſtern. Endlich kamen wir in ein Schlafzimmer; das Bett war noch ungemacht, wie es der Beſitzer verlaſſen hatte.

An der Tapete über dem Kopfkiſſen hingen im Bereich des Armes zwei Piſtolen und ein türkiſcher Dolch.

Wir, die beiden Diener und ich, legten den Verwundeten auf das Bett, denn die Secundanten waren, weil ſie ihre Gegenwart als nutzlos betrachteten, ſchon hinweggegangen.

Als ich ſah, daß die Wunde nicht mehr blutete, legte ich einen Verband an.

Als dies geſchehen war, gab der Verwundete den Dienern einen Wink, ſich zu entfernen, und wir blieben allein.

Ungeachtet der geringen Theilnahme, die ich bis jetzt für Herrn von Faverne empfunden, ungeachtet des Widerwillens, der mich ſogar

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