Teil eines Werkes 
13./14. Th. (1845)
Entstehung
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auf ebner ungepflaſterter Erde fortrollen konnte und daher dem Ver⸗ wundeten weniger Schmerzen machte.

Als wir in der Nähe des Triumphbogens ankamen, gab Herr von Faverne einige Lebenszeichen; ſeine Hand bewegte ſich, ſchien die Stelle eines heftigen Schmerzes zu ſuchen und drückte ſich auf die Bruſt.

Zwei oder drei erſtickte Seufzer, die das Blut aus ſeiner doppel⸗ ten Wunde ſtrömen ließen, entſchlüpften ſeinem Munde. Endlich öff⸗ nete er die Augen, blickte ſeine beiden Zeugen an, heftete dann ſeinen Blick auf mich, erkannte mich und murmelte mit einiger An⸗ ſtrengung:

Ach, Sie ſind es, Doctor? Ich bitte Sie, verlaſſen Sie mich nicht; ich fühle mich ſehr ſchlecht.

Nach dieſen Worten ſchloß er, erſchöpft von der Anſtrengung, ſeine Augen wieder und ein leichter röthlicher Schaum befeuchtete ſeine Lippen.

Ich nahm daraus ab, daß ſeine Lunge verletzt ſei.

Sein Sie ruhig, ſagte ich ihm; Sie ſind zwar ſchwer verwun⸗ det, aber die Wunde iſt nicht tödtlich.

Er antwortete mir nicht, öffnete die Augen nicht, aber ich fühlte, daß er mir ſchwach die Hand drückte, mit der ich ſeinen Puls befühlte.

So lange der Wagen auf der Erde hinrollte, ging Alles gut; aber als wir an den Revolutionsplatz kamen, mußte der Kutſcher das Pflaſter nehmen und die Stöße des Wagens ſchienen dem Kranken Schmerzen zu machen, daß ich ſeine Sckundanten fragte, ob Einer von ihnen nicht in der Nähe wohne, um dem Verwundeten den Weg zu erſparen, der ihm noch bis zur Straße Taitbout übrig blieb.

Doch bei dieſer Frage, die Herr von Faverne trotz ſeiner ſchein⸗ baren Bewußtloſigkeit hörte, rief er:

Nein, nein! In meine Wohnung.

Ueberzeugt, daß die Gemüthsunruhe die Wunde nur gefährlicher