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Endlich ließ Tom den Fenſterſchieber nieder, ſchloß die Läden und verließ mit ſeinem Freund die Zimmer. Wie Herr Fips von ihm verlangt hatte, ſchloß er die Thüre, indem er ſie zuſchlug, probirte dann, ob ſie auch feſt geſchloſſen ſey, und ſteckte den Schlüſſel in ſeine Taſche.
Da ſie noch hinreichend Zeit hatten, ſo machten ſie einen ziemlichen Umweg nach Islington, und Tom wurde gar nicht müde, umherzuſehen. Es war gut, daß John Weſtlock ſein Begleiter war, denn jeder andere würde wohl ſeines unaufhörlichen Haltmachens an den Ladenfenſtern, ſeines gefahrdrohenden Hinaus⸗ tretens in die Fahrſtraße, um die Kirchthürme und andere ſehenswürdige Gebäude ſehen zu können, bald überdrüſſig geworden ſeyn. Aber John war ganz ent⸗ zückt, daß ſein Freund ſo viel Intereſſe an den Tag legte, und fand immer größeres Wohlgefallen, wenn Tom, ohne die ihm geltenden Begrüßungen der Kut⸗ ſcher zu hören, mit ſtrahlendem Geſichte zwiſchen den Rädern der Karren und Wagen hervorkam.
An Ruths Händen war kein Mehl mehr, als ſie die Beiden in dem dreieckigen Wohnzimmer empfing, wohl aber lag ein liebliches Lächeln auf ihrem Geſichte, und eine Schaar von Willkommen glänzte aus jedem ihrer leuchtenden Augen.
Ach, wie ſie ſo gar leuchtend waren! Wenn man hineinſah, nur einen Augenblick hineinſah, ſo erblickte man ein ſolch kapitales Miniaturbild ſeines Selbſts, einen ſo unruhigen funkelnden, prachtvollen kleinen Burſchen!
Ach, wenn man doch dieſe Augen bloß für das eigene Miniaturbild hätte behalten können! Aber dieſe gottloſen, unruhigen, zu unpartheiiſchen Augen— jeder konnte davor hintreten und ſein Bildchen tanzte und funkelte in derſelben fröhlichen Weiſe.


