Teil eines Werkes 
10.-13. Th. (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

17

Ach, ich bin im Begriffe, meine Miethsfrau zu holen, antwortete Paul.

Ein Weib, rief Bailey,bringt wohl eine Zwanzig⸗ Pfund⸗Note mit?

Der kleine Barbier beeilte ſich nun darzuthun, daß es weder ein ſchönes, noch ein junges Weib, ſondern nur eine Krankenwärterin ſey, die ſeit einigen Wochen 3 einem Gentleman die Stelle einer Haushälterin ver⸗ ſehen hatte, und welche dieſe Nacht ihren Platz ver⸗ laſſe, weil ſie von einer anderen rechtmäßigeren Ver⸗ walterin, des Gentlemans Braut, abgelöst werde.

Er hat ſich erſt kürzlich verheirathet und bringt dieſen Abend ſeine junge Frau mit nach Haus, fuhr der Barbier fort.So bin ich Willens, meine Dame bei Herrn Chuzzlewit, welcher gleich hinter dem Poſt⸗ hauſe wohnt, abzuholen und ihren Koffer für ſte zu tragen.

Zu Jonas Chuzzlewit? fragte Bailey.

Ja, drwiederte Paul,das iſt ein ſehr bekannter Name, kennen Sie ihn auch?

O nein, ſprach Bailey,ganz und gar nicht, ich kenne weder ihn noch ſie. Sie ſind ja das erſtemal durch mich zuſammengekommen.

So? ſagte Paul.

Ei freilich, erwiderte Herr Bailey, indem er mit den Augen blinzelte,und glauben Sie mir, ſie ſieht gar nicht übel aus, aber ihre Schweſter war die

eſte, ſie war die Luſtigſte, mit der ich in alten Zeiten

manchen Spaß gehabt habe.

Herr Bailey hatte geſprochen, als ob er ſchon mit einem Fuße im Grabe ſtehe und als ob dies alles ſich

ſchon vor zwanzig oder dreißig Jahren ereignet habe.

Paul Sweedlepipe war ſowohl über den frühzeitigen Ei⸗

gendünkel und die Gönnermiene ſeines jungen Freundes,

als durch deſſen Stiefel, Cocarde und Livree ſo ſehr

überraſcht, daß es ihm wie ein Nebel vor den Augen Boz, Chuzzlewit. IV. 2