Teil eines Werkes 
7.-9. Th. (1844)
Entstehung
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das als ausgemachte Sache weiß, daß ſie ſicherlich nicht in London zu finden ſind.

Der Wirth ſah die Wirthin an, die Wirthin blickte wiederum auf den Wirth und die Stubenmagd äußerte faſt mit hyſteriſchen Anfällen, daß von allen unbeſtimmten Nachrichten, die ſie je gehört und geſehen und an denen ihr Leben, als in einem Gaſthofe verbracht, doch reich ſeyn müſſe, dieß doch bei weitem die unbeſtimmteſte ſey.

Die Hauptſache iſt, wie Sie ſehen, fuhr der Fremde fort,daß ich nur wenig Gewiſſes über ihn weiß, wie ich Ihnen ſchon geſtern ſagte, als Sie nach mir ſandten, wir waren zwar Schulkameraden, allein ſeit jener Zeit habe ich ihn nur zwei Mal wieder geſehen. Beide Male befand ich mich in den Ferien in London, wohin ich vor ein Paar Wochen von Wiltſhire gekom⸗ men war, und verlor ihn jedes Mal bald wieder aus den Augen. Der Brief unter meinem Namen und Adreſſe, den Sie auf meinem Tiſche fanden und der Sie bewog, ſich an mich zu wenden, iſt, wie Sie ſehen können, eine Antwort auf jenen andern, welchen er mir an demſelben Tage, wo er erkrankte, von dem Hauſe aus ſchrieb, um mich um ein Stelldichein zu bitten. Hier iſt ſein Brief, wenn Sie ihn zu leſen wünſchen!.

Der Wirth las ihn die Wirthin blickte ihm dabei über die Schulter und auch die Stubenmagd im Hintergrunde entzifferte ſo viel davon, als ihr nur im⸗ mer möglich waxr, und ergänzte das Uebrige aus eigener Erfindung, obwohl ſie das Ganze fortan für ein wahr⸗ haft poſitives Dokument betrachtete.

Er hat alſo ſehr wenig Gepäcke bei ſich, wie Sie ſagen? fragte der Herr von Stande, der kein anderer war, als unſer alter Freund John Weſtlock.

Er führt nur einen Mantelſack bei ſich, der nicht beſonders gefüllt iſt, verſetzte der Wirth.

Doch hat er vermuthlich ein paar Pfund in der Borſe? fragte John Weſtlock weiter..

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