ton Chuzzlewit und Sohn erreichte und ſich hier zur Ruhe niederlegte. Sie verblieb hier bis ſteben Uhr Abends, veranlaßte ſodann den armen alten Chuffey, ſich zu Bette zu legen und ging nun fort, um ihr neues Amt anzu⸗ treten. Erſt begab ſie ſich nach ihrer eigenen Wohnung in Kingsgade⸗Street, um ein Bündel Kleider und andere Schutzmittel zu holen, womit ſie ſich für die Nacht be⸗ haglich machen wollte und begab ſich ſodann nach dem „goldnen Ochſen“ in Holborn, den ſie juſt mit dem ach⸗ ten Glockenſchlage erreichte.
Als ſie in den Hof eintrat, machte ſie Halt, denn der Wirth, die Wirthin und die erſte Stubenmagd ſtan⸗
den ſämmtlich auf der Schwelle des Hauſes und unter⸗
hielten ſich mit einem jungen Herrn von Stande, der eben erſt angekommen oder im Weggehen begriffen ge⸗ weſen zu ſeyn ſchien. Die erſten Worte, die an Frau Gamps Ohr ſchlugen, bezogen ſich offenbar auf den Kranken, und da es nur von Intereſſe ſeyn konnte, daß jede gewiſſenhafte Wärterin ſo viel als möglich über den Fall in's Klare geſetzt wurde, der ihre Geſchicklichkeit erheiſchte, ließ ſich's Frau Gramp natürlich nicht neh⸗ men, hier gewiſſermaßen aus Amtspflichten die Horchende zu ſpielen.
„So iſt's alſo noch immer nicht beſſer?“ fragte der fremde Herr.
„Im Gegentheil ſchlechter,“ verſetzte der Wirth.
„Ja, ſogar weit ſchlimmer,“ ſetzte die Wirthin
hinzu.
„O, es ſteht bei Weitem ſchlimmer mit ihm,“ rief das Stubenmädchen aus dem Hintergrund, indem ſie dabei die Augen weit aufriß und den Kopf ſchüttelte.
„Der arme Junge!“ ſprach der fremde Herr;— „es thut mir leid, keine beſſere Kunde von ihm hören zu können. Das Schlimmſte davon iſt jedenfalls, daß ich nicht im Geringſten weiß, wer ſeine Verwandten und Freunde ſind, oder wo ſie wohnen, und daß ich nur
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