Teil eines Werkes 
7.-9. Th. (1844)
Entstehung
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2²22 Taſche zu führen ſchien,wie ſtehts mit Herrn Chuffey?

Mit Herrn Chuffey ſteht's noch beim Alten, Sir! entgegnete ſie;er iſt weder beſſer noch ſchlimmer geworden; es war ſehr artig von dem Ehrenmanne, daß er an Sie ſchrieb und ſagte, laſſen Sie ihn von Frau Gamp verpflegen, bis ich heim komme. Allein Alles, was er thut, iſt ja lauter Artigkeit und Wohlwollen. Wie ſchade, daß es nicht viele ſolcher Leute giebt, wie d enn alsdann brauchten wir wahrlich keine Kirchen mehr.

Was für ein Anliegen haben Sie denn eigentlich an mich, Frau Gamp? fragte Herr Mould, indem er auf den eigentlichen Zweck ihres Hierſeyns überging.

Einfach nur dieß, Sir! verſetzte Frau Gamp; erſt meinen Dank für Ihre gütige Empfehlung. Im ‚goldnen Ochſen, Sir, zu Holborn liegt ein Herr, der krank geworden iſt und ſich nun äußerſt übel daran be⸗ findet. Man hat ihm eine Tagwächterin gegeben, die von Bartholomew empfohlen worden war, und ich kenne ſie recht gut, Herr Mould; ſie heißt Frau Prig und iſt ein äußerſt artiges, gutes Geſchöpf! Bei Nacht nun hat ſie anderwärts zu thun, und da braucht man denn eine Wächterin für die Nacht. Da wir nun ſchon ſeit zwanzig Jahren gut Freund mit einander ſind, ſagt ſie alſo:Die nüchternſte Perſon auf Erden und ein wah⸗ rer Segen für ein Krankenzimmer iſt Frau Gamp; ſen⸗ den Sie nur einen Burſchen nach Kingsgate⸗Street, ſagt ſie, zund dingen Sie ſie um jeden Preis, denn Frau Gamp iſt wahrlich nicht mit goldenen Guineen aufzu⸗ wiegen!: Mein Hauswirth bringt mir die Botſchaft herunter und ſagt: ‚Da Sie ja dermalen einen leichten Platz haben und die neue Kommiſſion ziemlich viel Geld verſpricht, könnten Sie, dächt' ich, die beiden mit einan⸗ der verbinden? ‚Nein, Sir! ſage ich; ‚ich thue nichts, ohne daß es Herr Mould weiß, und darum iſt vor der Hand gar nicht daran zu denken! Indeß will