Teil eines Werkes 
7.-9. Th. (1844)
Entstehung
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wenn ich etwa unwohl bin und finde, daß eine halbe Pinte Porter mir Bruſtbeſchwerden verurſacht! Frau Harris pflegt oftmals zu mir zu ſagen:Sarah Gamp, ſagt ſie,Sie bringen mich wahrhaft in Erſtaunen! Und warum denn, Frau Harris? ſage ich zu ihr; ich bitte Sie, ſagen Sie's mir offen..Die Wahr⸗ heit zu ſagen, Madame! ſagt Frau Harris darauf, und zur Schande für Den, welchen ich Ihnen gar nicht nennen will, glaubte ich bis auf den Augenblick, wo ich Sie kennen lernte, niemals, daß eine Frau Kranken⸗ und Wochenbettwärterin ſeyn könne, ohne mehr zu trin⸗ ken, als Sie zu ſich zu nehmen pflegen!Frau Harris, ſage ich zu ihr,keins von uns weiß, was es zu thun vermag, bevor es nicht den Verſuch gemacht hat, und ehedem, als ich noch mit Gamp zuſammen hauste, dachte ich eben ſo. Aber jetzt, ſage ich,iſt mir eine halbe Pinte Porter vollkommen hinreichend, vorausgeſetzt nämlich, Frau Harris, daß er gehörig ge⸗ gohren hat und mild gebraut iſt. Ob ich nun Kranke verpflege oder junge Mütter abwarte, Madame! ſo thue ich doch hoffentlich meine Schuldigkeit, ich bin aber nur ein armes Weibsbild und muß mein täglich Brod ſauer genug verdienen, deshalb mache ich gar kein Hehl daraus, daß ich ein Getränk verlange, das gehörig gegohren hat und mild gebraut iſt!

In welcher genauerer Verbindung die Beobachtun⸗ gen zu beſagtem Glas Rum ſtehen mochten, ließ ſich nicht ſo deutlich wahrnehmen; denn als Frau Gamp den Trinkſpruch ausbrachte;ihrer aller gutes Wohlergehen! leerte ſie den Branntwein in wahrhaft wiſſenſchaftlichen Zügen, ohne weitere Bemerkungen darüber zum Beſten zu geben.

Und was bringen Sie mir für Neuigkeiten, Frau Gamp? fragte Mould abermals, während die Dame ihren Mund mit dem Halstuche abwiſchte und an dem Ende eines weichen Zwiebacks nagte, den ſie als Mund⸗ vorrath für die ihr gebührenden ſtarken Getränke in der