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223 ich doch einmal zu Herrn Mould hingehen,“ ſage ich, ‚und ihn befragen, weil Sie's einmal ſo wünſchen.“
„Sie ſchielte bei dieſen Worten ſeitwärts nach dem Leichenbeſtatter hin und hielt in ihrer Erzählung inne.
„Sie wollen alſo die Nachtwache übernehmen?“ fragte Herr Mould und kratzte ſich dabei am Kinn.
„Von acht Uhr Abends bis acht Uhr Morgens, Sir! Ich will Sie nicht täuſchen!“ verſetzte Frau Gamp.
„Und dann könnten Sie wieder wegkommen und zu dem Andern zurückkehren, nicht wahr?“ fragte Herr Mould.
„Allerdings, Sir!“ verſetzte Frau Gamp;—„ich wäre alsdann ganz frei, Sir! und könnte Herr Chuffey wieder abwarten. Da ſeine Krankheit ziemlich ruhig und ſein letztes Stündlein wohl auch nicht mehr weit iſt, würde er faſt die ganze Zeit über zu Bette ſeyn, Sir! Ich will's gar nicht läugnen, Sir,“ ſetzte Frau Gamp höchſt demüthig hinzu,„daß ich nur ein armes Weibs ild bin, das dieſen Verdienſt wohl brauchen könnte; allein damit ſoll gar nicht geſagt ſeyn, daß Sie ſich daran zu kehren haͤtten, Sir! Nicht weniger als das, Herr Mould! Reiche Leute können auf Kameelen rei⸗ ten, allein es wird ntcht ſo leicht für ſie ſeyn, durch ein Nadeloͤhr zu blicken, das iſt mein Troſt, Sir, und ich hoffe, daß ihn mir Niemand nehmen wird.“
„Je nun, Frau Gamp,“ verſetzte Mould;—„ich hätte eigentlich nichts dagegen, wenn Sie unter ſolchen Umſtänden ſich auf ehrliche Weiſe einen Pfennig verdie⸗ nen könnten. Ich denke, es bliebe unter uns, Frau
Gampl ich würde es z. B. gegen Herrn Chuzzlewit nicht
erwähnen, wenn es nicht gerade nothwendig wäre oder er ſie offen darüber befragte!“
„Das wollte ich eben ſagen, Sir!“ entgegnete Frau Gamp;—„geſetzten Falls, der Herr würde ſterben, ſo dürfte ich mir doch hoffentlich die Freiheit nehmen, zu ſagen: ‚Ich kenne einen gewiſſen Ehrenmann, der ſich


