Bevan;—„ich denke, es wäre beſſer, der Burſche ginge mit uns, er däucht mir gar zu ehrlich und trägt ſein Herz faſt allzu offen auf der Zunge.“
„Je nun,“ meinte Martin lächelnd,„der ganze Grund davon liegt darin, daß er dies von unſrer Heimath her noch gewohnt iſt, weil er noch nie zuvor in einer freien Republik gelebt hat, wo Niemand ſeine Zunge ſpazieren gehen laſſen darf.“
„Ich denke, es iſt beſſer, wenn er mit uns geht,“ verſetzte der Andere;—„er möͤchte ſonſt leicht in Unan⸗ nehmlichkeiten gerathen, wir beſinden uns zwar nicht in einem Sklavenſtaate, allein ich muß mit Beſchämung eingeſtehen, daß überall in dieſen Breiten der Geiſt der Toleranz lange nicht ſo gewöhnlich iſt, als die Form da⸗ von. Weiſe Mäßigung in Meinungsunterſchieden kann
uns auch unſer Todfeind nicht zur Laſt legen, wenn wir
Landsleute unter einander verkehren, geſchweige denn,
wenn erſt Fremde in's Spiel kommen!— Nein, nein!
ich bin in der That der Anſicht, es wäre beſſer, wenn der Burſche mit uns ginge.“
Martin gab daher Mark Tapley den Auftrag, ſich ſeiner Geſellſchaft anzuſchließen, und ſo ging Licero mit den Koffern den einen Weg, und die drei Männer ſchlugen zuſammen eine andere Straße ein.
Sie wanderten etwa zwei bis drei Stunden lang in der Stadt umher, betrachteten ſie von den beſten Ge⸗ ſichtspunkten aus, ſtanden in den Hauptſtraßen oder vor merkwürdigen öffentlichen Gebäuden ſtill, auf welche Herr Bevan ſeinen Begleiter beſonders aufmerkſam machte. Da nun allmählig die Nacht einbrach, that Martin ſeinem Gönner den Vorſchlag, nach Frau Pawkins' Koſthauſe zu gehen, und dort eine Taſſe Kaffee zu trinken. Er wurde jedoch hierin von ſeinem neuen Bekannten wankend gemacht, der es ſich in den Kopf geſetzt zu haben ſchien, ihn, wenn auch nur für eine Stunde, nach dem Hauſe eines Freundes mitzunehmen, der ganz in der Nähe wohnte. So müde und abgeneigt Martin auch hiezu war,


