Teil eines Werkes 
7.-9. Th. (1844)
Entstehung
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men bei Männern wie Oberſt Diver, Herrn Tafferſon Brick, Major Pawkins und andern, verſetzte der Fremde, die beſten von uns gleichen gewiſſermaßen dem Bedien⸗ ten in Goldſmitts Comödie, der es durchaus nicht zu⸗ geben will, daß jemals ein Anderer als er ſelbſt ſeinen Herrn betrüge. Kommen Sie, laſſen Sie von etwas Anderem reden, ſetzte er hinzu,ich vermuthe, daß Sie in der Abſicht hieher gekommen ſind, auf irgend eine Art Ihr Glück zu machen, und follte mir leid thun, Ihnen Ihre Hoffnungen gleich von vornen herein abzuſchneiden, indeß bin ich um ein paar Jahre älter als Sie, und vermöchte Ihnen wenigſtens in etlichen unbedeutenden Punkten mit Rath an die Hand zu gehen.

In der Art und Weiſe, in welcher dieſes Anerbieten geſchah, war auch nicht die geringſte Neugier oder Zu⸗ dringlichfeit zu erkennen, ſondern es geſchah vielmehr

offenherzig, ungeziert und in der gutmüthigſten Abſicht; da es faſt unmöglich war, einem ſo einnehmenden wohl⸗ wollenden Betragen nicht mit gleichem Vertrauen zu begegnen, ſetzte Martin nur einfach auseinander, was für Gründe ihn zu ſeiner Auswanderung nach Amerika beſtimmt hätten und ging ſogar ſo weit, dem Fremden das peinigende Geſtändniß ſeiner Armuth zu machen. Er ſagte freilich nicht, wie arm er ſey, ſondern wir müſſen vielmehr anführen, daß er dieſe Erklärung eher mit einer Miene that, daraus man geſchloſſen haben würde, ſein Geld reiche bei weitem zu einem ſechsmonat⸗ lichen Aufenthalt, anſtatt kaum zu einem von ſechs Wo⸗ chen; allein er geſtand wenigſtens ſeine Armuth zu und ſagte: er werde für jeden Rath dankbar ſeyn, womit ihm ſein Freund an die Hand gehen wolle.

Es würde für Niemanden ſchwierig geweſen ſeyn, die Entdeckung zu mäͤchen, für Martin aber, deſſen Scharf⸗ blick durch ſeine Umſtände beſonders geſchärft worden war, war es beſonders leicht zu unterſcheiden daß das Geſicht des Fremden in demſelben Maßſtabe unend⸗

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