32 Roßkäfer und einer Küchenlampe mit Stiefelwichſen und Klei⸗ derreinigen amüſirte, bis die Nacht ſchon weit vorgerückt war.
Man vermuthete allgemein, der eigentliche Taufname des jungen Lakaien ſey Benjamin, allein der Burſche kur⸗ ſirte unter einer ſolchen Verſchiedenheit von Namen, daß dies höchſt ſchwer zu entſcheiden war. Dieſen Namen Ben⸗ jamin hatte man z. B. verketzert in„Onkel Ben“ und
dieſes durch Eliſion des Ben auf das einfache„Onkel“ zurück⸗
geführt, welch' letzteres ſpäter vermittelſt eines leichten Uebergangs in Barnwell verändert worden war, und zwar zu ſtetem Gedächtniß an den berühmten Verwandten des⸗ ſelben Grades, der von ſeinem Neffen Georges in ſeinem Garten zu Camberwell erſchoſſen worden war, als er eben ſtillen Betrachtungen nachhing. Die Gäſte in Tod⸗ gers's Speiſehaus hatten ſodann noch die ſpaßhafte Ge⸗ wohnheit, ihm zeitweilig den Namen irgend eines berüch⸗ tigten Verbrechers oder Miniſters zu verleihen, und pflegten zuweilen ſogar, wenn die Zeitſchriften keiner beſondern Neuigkeiten Erwähnung zu thun wußten, in den Blättern der Geſchichte nach beſonders bezeichnenden Beinamen zu fahnden, wie z. B. Hr. Pitt, Jung Brownrigg u. ſ.w. Zu der Zeit, in welcher unſere Geſchichte ſpielt, war beſagter Laufburſche unter den Herren gemeinhin als Bai⸗ ley junior benannt, welchen Namen man ihm vielleicht im Gegenſatz zu Old⸗Bailey verliehen hatte, und wel⸗ cher zugleich die Erinnerung an eine unglückliche Dame deſſelben Namens in ſich ſchließen ſollte, die in der Blüthe ihrer Jahre Hand an ſich ſelbſt gelegt hatte und durch ein Bänkelſängerlied verherrlicht worden war.
Die gewoͤhnliche Zeit, an welcher an Sonntagen in Todgers's Speiſehaus das Mittagsmahl eingenommen wurde, war zwei Uhr;— eine Zeit, die für alle Theile als höchſt paſſend erachtet wurde, da ſie fuͤr Frau Todgers des Bäckers wegen bequem war und den Herren wegen der Vergnügungen, mit welchen ſie den Nachmittag aus⸗ füllen wollten, keinerlei Zwang auferlegte. An dem Sonn⸗ tage jedoch, wo die beiden Miß Pecksniffs auf die um⸗


