Teil eines Werkes 
4.-6. Th. (1844)
Entstehung
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todtgeborne hätte nennen können, an Miß Pinch vor⸗ über und rauſchten in den Hausflur hinaus.

Der junge Mann hatte ziemlich lange zu thun, bis er ihnen den Rückweg aus dem Hauſe gezeigt hatte, denn Herrn Pecksniffs Vergnügen über den ausnehmenden Ge⸗ ſchmack, der dem ganzen Hauſe eigen zu ſeyn ſchien, war von der Art, daß er unwillkührlich oft ſtehen bleiben mußte, zumal als ſie in die Nähe der Thüre des Wohn⸗ zimmers kamen um ſeinen Gefühlen in ſehr vernehm⸗ lichen Reden und hochgelehrten Phraſen Ausdruck zu ge⸗ ben. Er hielt in der That zwiſchen dem Studirzimmer und dem Hausflur einen ganzen gemeinfaßlichen Vortrag über die ganze Wiſſenſchaft der Baukunſt, ſoweit ſie auf

Wohnhäͤuſer anzuwenden war, und hatte ſeine Gabe der

Beredtſamkeit noch nicht erſchöpft, als ſie ſchon in dem Garten angelangt waren. 4

Seht, meine Lieben, ſagte Herr Pecksniff, indem er rücklings die Treppe hinunterging, ſeinen Kopf zur Seite neigte und mit halbgeſchloßenen Augen die Haus⸗ fronte anblinzelte, um die äußern Verhältniſſe deſto beſſer beurtheilen zu können;ſeht meine Lieben, wenn ihr hier den Karnies betrachtet, der das Dach trägt, und das Zierliche, Luftige, Geſchwungene in ſeiner Konſtruktion näher in's Auge faßt, zumal dort, wo es die ſüdliche Ecke des Gebäudes überragt, ſo werdet Ihr mit mir füh⸗ len Wie befinden Sie ſich, Sir? Sie ſind doch hof⸗ fentlich wohl, Sir!

Mit dieſen Worten unterbrach er ſich ſelbſt und ver⸗ beugte ſich gegen einen Harrn von mittleren Jahren, der

an einem oberen Fenſter lehnte; er redete indeß den Herrn nicht an, weil dieſer ihn etwa hören konnte, was jedoch keineswegs der Fall war ſondern nur um auf

geeignete Weiſe ſeinen Gruß zu begleiten.Ich ver⸗ muthe vielleicht mit Recht, meine lieben Kinder, daß dies der Hausherr iſt, ſprach Herr Pecksniff und ſtelite ſich an, als deute er noch immer mit ſeiner Hand auf andere Schönheiten;es würde mir ſehr lieb ſeyn,