Teil eines Werkes 
4.-6. Th. (1844)
Entstehung
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Sehr dankbar ſehr ſchön, ſehr paſſend! flü⸗ ſterte Herr Pecksniff mit einer gnädigen Verbeugung.

Es thut mir in der Seele wohl, ſprach Ruth Pinch weiter, welche nun, nachdem ihre erſte Ueberra⸗ ſchung vorüber war, recht anmuthig und lieblich zu plau⸗ dern wußte, und ein ordentliches Vergnügen darin fand, Alles von der beſten Seite anzuſehen, worin ſie das leibhafte Ebenbild ihres Bruders war;es thut mir in der Seele wohl, Ihnen jetzt Gelegenheit zu geben, daß Sie ihm ſagen können, in welcher mehr als erwünſch⸗ ten Lage ich mich befinde, und wie unnütze Sorgen er ſich ſtets macht, wenn er ſich darüber graͤmt, daß ich genöthigt bin, mir ſelbſt meinen Unterhalt zu verdienen. Du lieber Gott! fuhr Tom's Schweſter fort,ſo lange ich höre, daß er ſich glücklich fühlt, und er weiß, daß dies der Fall bei mir iſt, bin ich überzeugt, daß wir Beide, ohne ein Wörtchen der Ungeduld oder Klage zu äußern, noch weit mehr ertragen könnten, als wir je er⸗ dulden mußten! 1

Wenn je auf dieſer gemeinhin ſo doppelzüngigen und falſchen Erde eine Wahrheit geſprochen worden war, ſo war es diesmal gewiß bei Tom Pinch's Schweſter der Fall.

Ach ja! rief Herr Pecksniff, deſſen Blick inzwi⸗ ſchen zu dem Zögling hinübergeſchweift war,ich glaube das in der That! Und wie befinden denn Sie ſich, mein liebes, intereſſantes Kind?

Recht gut! ich danke Ihnen, Sir! verſetzte dieſe froſtige Unſchuld.

Ein recht niedliches Geſichtchen, nicht wahr, meine Liebchen? fragte Herr Pecksniff ſeine beiden Töchter; wahrhaft bezaubernde Manieren!.

Die beiden jungen Damen waren ſchon von Anfang

an vor Vergnügen ganz außer ſich geweſen, hier den Sprößling eines reichen Hauſes kennen zu lernen, durch den man vermuthlich auf dem nächſten und kürzeſten Wege auch den Eltern ſich nähern konnte. Frau Todgers ver⸗