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was ja beinahe ſoviel iſt als wenn er auch die Kraft dazu hätte, und wir müſſen deshalb auch Nachſicht mit ihm haben, nicht wahr?“
„Ich weiß, daß er guten Willen hat,“ verſetzte Tom Pinch's Schweſter,„und ich weiß auch, mit welchem Wohlwollen und welcher Nachſicht Sie ihn behandeln, wofür wir Beide Ihnen nicht genug dankbar ſeyn kön⸗ nen, wie wir uns oft auch in unſern Briefen ſchreiben. Ich weiß,“ ſetzte ſie mit einem Blick auf die beiden Miß Pecksniffs hinzu,„wie ſehr wir auch den jungen Damen zu Dank verbunden ſind.“.
„Meine lieben Kinder!“ wandte ſich Herr Pecksniff lächelnd an dieſe,„Tom Pinch's Schweſter macht Euch da eben ein Kompliment, wovon Ihr Euch ſicherlich ſehr beehrt fühlen werdet!“.
„Wir können uns kein Verdienſt daraus machen, Papa,“ rief Charity, als Beide Tom Pinch's Schwe⸗ ſter mit einer Verbeugung andeuteten, daß dieſe hoffent⸗ lich ſich in gebührender Entfernung halten werde.— „Herr Pinch hat es nur Ihnen allein zu verdanken, daß er ſo gut verſorgt iſt, und wir können nur unſere Freude darüber ausdrücken, wenn wir hören, daß er dafür die gebührende Dankbarkeit an den Tag legt.“
„Schon gut, Miß Pinch,“ dachte ihr kleiner Zög⸗ ling wiederum bei ſich,„man hat alſo einen dankbaren Bruder, der von anderer Leute Mitleiden leben muß.“ „Es war recht ſchön von Ihnen,“ verſetzte Tom Pinch's Schweſter, mit einer Unbefangenheit und einem Lächeln, wie ſie nur Tom eigen waren;—„es war in der That ſehr ſchön von Ihnen, daß Sie ſich ſelbſt hie⸗ her bemühten; Sie pflegen aber ſo wenig Werth auf Wohlthaten, die Sie erwieſen haben, zu legen, daß Sie ſich kaum einen Begriff davon machen können, welch' einen großen Gefallen Sie mir dadurch erwieſen haben, daß Sie unwillkürlich meinen ſtillen Wunſch erfüllten, Sie zu ſehen und Ihnen perſönlich danken zu können.“


