2o0 Pecksniff's Arm und nahm eine Art vornehmen Ernſtes an, der zu jeder Stimmung paßte, und jeder Art von politiſcher Meinung angemeſſen war.
„Laſſen Sie ſich doch ja nicht ſtöxen, Miß Pinch,“ ſagte Herr Pecksniff und nahm mit vieler Herablaſſung die eine Hand des Mädchens in die ſeinige, indem er das liebe Päſchchen mit der andern Hand ſtreichelte;— „ich nehme mir die Freiheit, Sie in Folge eines Ver⸗ ſprechens zu beſuchen, das ich Ihrem Bruder Thomas Pinch gegeben habe, mein Name— ich bitte, bemü⸗ hen Sie ſich nicht, Miß Pinch,— iſt Pecksniff.“ Der wür⸗ dige Mann legte einen ſolchen Nachdruck auf dieſe Worte, als ob er damit hätte ſagen wollen: Meine junge, Per⸗ ſon, Sie ſehen in mir den Wohlthäter Ihres Geſchlechts, den Schutzpatron Ihres Hauſes, den Ernährer Ihres Bruders, ber täglich von meinem Tiſche mit Manna ge⸗ füttert wird, und um deſſentwillen ſchon jetzt in den gro⸗ ßen Conto⸗Corrent⸗Büchern im Himmel eine bedeutende Summe für mich gutgeſchrieben iſt; ich habe indeß gar keinen Stolz, ſondern bin überzeugt, daß ich mir auch ohne denſelben Anerkennung zu verſchaffen weiß.“
Das arme Mädchen nahm Alles für baare Münze als ob es ſo wahr wäre, wie das Evangelium; ihr Bru⸗ der, der in der Fülle ſeines eigenen, treuen, ſchlichten guten Herzens an ſie zu ſchreiben pflegte, hatte ihr dieß oft geſchrieben und ſogar noch unendlich vielmehr! Als Herr Pecksniff zu ſprechen aufhörte, ſenkte ſte ihr Köpf⸗ chen und ließ eine Thräne auf ſeine Hand herabfallen.
Ci, ei, Miß Pinch! das iſt ein ſauberes Betragen! dachte ihr ſcharfbeobachtender Zogling augenblicklich; wer wird vor Fremden weinen, als ob Sie nicht mit ihrer Stelle zufrieden wären!—
„Tom befindet ſich wohl und ſendet Ihnen ſeinen Gruß und dieſen Brief,“ fuhr Herr Pecksniff fort;— „ich kann freilich von dem armen Jungen nicht rühmen, daß er ſich in unſerem Berufe je beſonders auszeichnen wird, allein er hat doch den guten Willen dies zu thun,
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