Teil eines Werkes 
4.-6. Th. (1844)
Entstehung
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ſolche Aufregung an den Tag, daß ſie offen zu erkennen gab, die Anzahl ihrer Bekanntſchaften ſey nicht ſehr zahlreich. Der kleine Zögling richtete ſich zu gleicher Zeit auf faſt drohende Weiſe empor, und ſchickte ſich an, von Allem, was hier gethan oder geſagt werden würde, ſich in Gedanken genaue Notiz zu nehmen. Die Da⸗ me vom Hauſe empfand nämlich eine beſondere Wiß⸗ begierde in Betreff der Naturgeſchichte und Lebensweiſe des Thieres, Erzieherin genannt, und pflegte ihre Töch⸗ ter ſtets anzuhalten, ſich bei entſprechender Gelegenheit ebenfalls danach zu erkundigen, was denn für alle be⸗ treffende Theile hoͤchſt löblich, belehrend und unterhal⸗ tend ſeyn mochte.

Es iſt eine traurige Thatſache, die indeß nicht un⸗ erwähnt bleiben darf, daß Herrn Pinch's Schweſter nichts weniger als häßlich war, ſondern im Gegentheile ein recht gutmüthiges, mildes und einnehmendes Geſicht und eine niedliche, kleine Figur beſaß, die zwar ſchlank und kurz, allein wegen ihrer Zierlichkeit und Reinlichkeit höchſt intereſſant war. Sie hatte Manches, ja ſogar recht viel mit ihrem Bruder gemein, nämlich ein gewiſſes ſanftes Benehmen und einen ſchüchternen, Vertrauen erwecken⸗ den Blick; allein ſie war nichts weniger als eine Vo⸗ gelſcheuche, ein Popanz, Kinderſchreck oder ſonſt etwas derartiges, wie die beiden Miß Pecksniffs erklärt hatten, ſo daß dieſe beiden jungen Damen ſie ganz natürlich mit großer Entrüſtung betrachteten, weil ſie fühlten, daß ſie ſich in ihren Erwartungen auf's Bitterſte getäuſcht hatten.

Miß Merry, welche den größeren Antheil von Mun⸗ terkeit und jugendlichem Frohſinn für ſich hatte, wußte noch am beſten mit dieſer vereitelten Hoffnung fertig zu werden, indem ſie ſie wenigſtens mit einem Kichern von ſich abwälzte; ihre Schweſter jedoch gab ſich nicht viele Mühe, ihre Verachtung zu verbergen, ſondern legte dieſe vielmehr ziemlich offen in ihrem Benehmen an den Tag. Was Frau Todgers anlangt, ſo lehnte ſie ſich auf Herrn

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