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Sie hatte indeſſen die Geiſtesgegenwart, bevor man noch die Hand umwandte, dieſe Thüre zu verſchließen und hatte dies nicht ſo bald gethan, als ſie mit einiger Verwirrung erwiderte: 4
„O ja, Herr Pecksniff: treten Sie nur gefälligſt herein.“
„Wie befinden wir uns heute?“ fragte Herr Pecksniff in ſchmerzhaftem Tone,„was haben wir vor? ſind wir be⸗ reits gerüſtet, uns auf den Weg zu machen und Herrn Pinch's Schweſter einen Beſuch abzuſtatten? Ha, ha, der arme Thomas Pinch!“
„Haben wir uns entſchloſſen,“ verſetzte Frau Tod⸗ gers, indem ſie ihm bedeutſam zuwinkte,—„auf Herrn Jinkins's Circulair eine bejahende Antwort zu geben. Das iſt die erſte Frage, Herr Pecksniff.“
„Von welchem Cireulair und von welchem Herrn Jinkins reden Sie, Madame?“ fragte Herr Pecksniff und legte den einen Arm um Merry und den andern um Frau Todgers, die er in momentaner Geiſtesabweſenheit irrthüm⸗ lich für Charity anzuſehen ſchien;—„was wollen Sie mit Ihrem Herrn Jinkins?“
„Je nun,“ meinte Frau Todgers ſpaſſend,„Herr Jinkins hat den erſten Anſtoß dazu gegeben und führt überhaupt ſtets das Wort im Hauſe; deßhalb erinnere ich Sie an ihn, Sir.“
„Jinkins iſt ein Mann von überwiegenden Talenten,“ verſetzte Herr Pecksniff;—„ich habe die größte Hochach⸗ tung für Herrn Jinkins gefaßt; ich nehme Herrn Jin⸗ kins's Wunſch, meinen Töchtern eine artige Aufmerkſam⸗ keit zu erzeigen, als einen Beweis mehr auf, Frau Tod⸗ gers, daß Herr Jinkins nur freundſchaftliche Geſinnungen gegen uns hegt.“
„Je nun,“ verſetzte dieſe dame:„haben Sie ein⸗ mal A geſagt, Herr Pecksniff, ſo müſſen Sie nun auch B ſagen. An Ihrer Stelle würde ich die ganze Sache dieſer jungen Dame anvertrauen.“
Mit dieſen Worten entwand ſie ſich leiſe Herrn Pecksniff's
Bettſtatt in ihrer ganzen ungeheueren Unreinlichkeit zu Tage.


