Teil eines Werkes 
4. Bd. (1847)
Entstehung
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unwandelbare Neigung, welche gegen eine ſolche üble Behandlung von ihrer Seite und trotz dem Stand hielt, daß er ſich nicht einmal eine Veran⸗ laſſung dazu denken konnte. Er ſtand neben ihr, ſeine Augen ſtrahlten dieſelbe Liebe, wie ſonſt, und jeder Blick bewies, daß er bereit ſei die Gelübde zu erneuern, welche ihr Stolz, ihre Eiferſucht ge⸗ brochen hatte. Ihr Geſicht ſpiegelte ſo deutlich ab, was in ihrem Herzen vorging, daß es Strathern wagte ihr ſeinen Arm anzubieten, um ſie in die salle à manger zu führen. Sie nahm das Aner⸗ bieten mit Zuvorkommenheit auf und wie er ihren ſchneeweißen Arm in dem ſeinigen zittern fühlte, konnte er ſich nicht enthalten, ſo leiſe, daß nur ihr Ohr es vernehmen konnte, zu fragen,darf ich hoffen?

Ja, theuerſter Heinrich, aber Du haſt ſo viel zu verzeihen, lautete die Antwort, und Strathern drückte zärtlich den ſchönen Arm, der auf dem ſei⸗ nigen lag. Wie verlangte es den Liebenden ſich ſeiner angebeteten Louiſe zu Füßen zu werfen und ihr für das beſeligende Geſtändniß zu danken. Er ſchien auf Wolken zu ſchweben. Sein Herz drohte zu zerſpringen. Mochte die Entfremdung, die ihm ſo lange das Leben verbittert, eine Urſache haben, welche ſie wollte, das war jetzt Alles vorbei und Louiſe, ſeine heiß geliebte, ſeine ſchöne Louiſe wollte bald die ſeinige werden. Er hatte nur Augen und