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„Guter, gefälliger Strathern!“ rief Frau Syd⸗ ney,„wie vollſtändig rechtfertigt er die Meinung, welche ich mir von ihm gebildet habe! Ich danke Ihnen, Herr Wandsworth, für die Nachricht von ſeinem Beſuch bei Ihnen und deſſen Veranlaſſung. Solche Handlungen darf man denen nicht vorent⸗ halten, welchen ſie hätten zu gut kommen ſollen.“
Nach dem Weggang des Herrn Wandsworth ging Frau Sydney zu ihrer Tochter hinunter in den Garten und erzählte ihr Alles, was ſie eben erfahren. Louiſens Geſicht wurde dabei hochroth, aber ſie bemerkte nichts über die edelmüthige Ab⸗ ſicht, die Strathern zu ihrem und ihrer Mutter Gunſten hatte ausführen wollen.
„Iſt es nicht recht freundlich von ihm, daß er ſo an uns denkt?“ fragte Frau Sydney, welche das Schweigen ihres Kindes etwas unangenehm berührte.
„Es überraſcht mich nicht,“ gab ſie zur Ant⸗ wort.„Der Mangel an Evelſinn gehört nicht zu den Fehlern des Herrn Strathern. Daß er zu dem Vermögen gelangt iſt, freut mich herzlich, denn er würde bei ſeinen Geſinnungen mit be⸗ ſchränkten Mitteln nicht glücklich ſein, nachdem er ſo lange in großartigen Verhältniſſen gelebt hat.“
Es iſt ſonderbar, aber es war Louiſen nicht angenehm zu hören, daß ihr einſtiger Geliebter ein ſo gewaltiges Vermögen beſäße. Nicht als


