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terlichen Liebe fielen, bewieſen, welch' hohen Werth man ihm beilegte. Es träufelte lindernden Balſam in die verwundeten Herzen der jungen Eheleute; jetzt drückte ſie nicht mehr die Angſt vor dem Fluch eines Vaters und ſie fühlten ſich zum innigſten Dank dadurch bewegt, daß derſelbe noch zuletzt gün⸗ ſtigere Geſinnungen gegen ſie gehegt hatte.
Ein paar Wochen darnach meldete die Morgen⸗ poſt, die über alle Vorgänge in der vornehmen Welt Bericht erſtattet, daß die Marquiſe von Mount⸗ ſerrat mit Gefolge in London angekommen ſei. Da der Marquis ohne Teſtament geſtorben und nie ein Heirathsvertrag abgeſchloſſen worden war, ſo ging ſeine Wittwe in größter Eile nach England um das Drittheil ſeiner Hinterlaſſenſchaft in Anſpruch zu nehmen auf welches ihr nach der Ausſage der Geſetzkundigen ein Recht zuſtand. Ihre Freude, ſich abermals frei zu ſehen, war ſehr groß. Nicht als hätten ihr die ehelichen Feſſeln die ſie zuletzt getra⸗ gen irgend welchen Zwang auferlegt, aber ſie be⸗ fürchtete immer, die Verſchwendung und Spielſucht ihres leichtſinnigen Gemahls könnten ihn trotz ſei⸗ nes großen Vermögens einmal doch in die Noth⸗ wendigkeit verſetzen ſich an ſie zu halten und oft zitterte ſie bei dem Gedanken an die Möglichkeit eines ſolchen Falls. Jetzt war ſie nicht nur dieſe Befürchtung los, ſondern ihr Eigenthum, ihr Ein⸗ kommen hatte ſich noch durch ihn vermehrt. Sie


