Teil eines Werkes 
4. Bd. (1847)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

321 Wenn man die Dame wegen der Abweſenheit ihres Gemahls zur Rede ſtellte, gab ſie zur Ant⸗ wort, er ſpiele mit einigen ſeiner Freunde und be⸗ dauerte, daß ihn die Karten mehr anzögen als ein Ball.Aber, ſetzte Lady Fitzwarren hinzu,er iſt ſo gut und gefällig, daß ich es nicht vermag mich ſeinen Wünſchen entgegenzuſtellen. Ihr Plan glückte vollkommen. Viele ſprachen ihr Befremden aus über die Gleichgültigkeit eines Mannes, der ſeine Frau ſo bald nach der Hochzeit allein aus⸗ gehen laſſen könne. Alle bedauerten, daß ihr Ge⸗ mahl ſeine Zeit mit Spielen verbringe und wun⸗ derten ſich daß ſie ſich mit ſo viel Nachſicht über ein ſo unangenehmes Verhältniß äußerte. Kurz, Lady Fitzwarren ſpielte die röle einer liebenswür⸗ digen, muntern Frau ſo gut, daß ſie ſich bei ver⸗ ſchiedenen Leuten eine gute Meinung erwarb, die ſie vor ihrer Verheirathung mit Widerwillen be⸗ trachtet hatten. Am folgenden Tage meldeten die Abendzeitungen daß ein von traurigen Folgen beglei⸗ teter Zweikampf am Morgen zuvor auf der Winble⸗ doner Gemarkung zwiſchen dem Marquis von Mount⸗ ſerrat und dem Grafen Fitzwarren Statt gefunden habe und daß dabei der erſtere gefährlich verwun⸗ det, der letztere durch das Herz getroffen worden ſei. Als dieſe Nachricht verlautete, gaben Viele der hinterbliebenen Wittwe ihr Mitleid zu erkennen und gedachten mit Theilnahme an ihre harmloſe Strathern 1v.