Teil eines Werkes 
3. Bd. (1847)
Entstehung
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glaube und es für nöthig erachte, ſich an aufre⸗ gende Mittel zu halten, gab die Markgräfin ihrem Bedienten ein Zeichen. Derſelbe bekleidete das doppelte Amt eines Haushofmeiſters und Couriers, füllte alsbald ihr Glas und daſſelbe war von nicht gewöhnlichem Umfang mit Aeres, und ſie leerte es mit ſichtbarem gusto, ſtatt daran zu nip⸗ pen, wie ſolches Frauenzimmer gewöhnlich thun. Die Gier, mit welcher ſie die verſchiedenen, ihr dargebotenen Leckerbiſſen verſchlang, erregte das Staunen aller Anweſenden, den Lord Wellerby ausgenommen. Er war auf dieſelbe Weiſe viel zu ſehr beſchäftigt, viel zu gut aufgelegt, als daß er von der Wirthin auf andere Art hätte in An⸗ ſpruch genommen werden können. Die Frauenzim⸗ mer ſahen ihr mit ſchlecht verhehltem Abſcheu zu, während ſie ihr Eſſen mit einem Glas Wein nach dem andern hinunterſchwemmte. Die Wirkung da⸗ von fing auch bereits darin ſichtbar zu werden, daß ihre Luſtigkeit beſtandig ſtieg und ihre Zurück⸗ haltung geringer wurde.

Nun, das heiße ich Geſelligkeit und Vergnü⸗ gen, ſagte die Markgräfin und blickte um ſich her, während ihre Augen jeden Augenblick blitzender, ihr Geſicht immer röther wurde.Da ſitzen wir, Herrn und Frau'n vom höchſten Rang, wie die alten Lieder ſagen, und ſind ſo ſelig und genießen die guten Sachen, die vor uns ſtehen, mit ſo viel Frohſinn,

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