Teil eines Werkes 
3. Bd. (1847)
Entstehung
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die Ruhe in ihrem Benehmen gewahrte, bis ſie bei genauerer Prüfung ſah, wie viel die Anſtrengung ihre Tochter koſtete.

Mutter, ſagte das gemarterte Mädchen,ich habe viel und reiflich über die peinliche Lage nach⸗ gedacht, in der ich mich gegenwärtig befinde, und mir, weiterem Leid zu entgehen, vorgenommen, Strathern noch einmal zu ſehen. Das bin ich ihm ſchuldig; und welches auch der Erfolg unſerer Zu⸗ ſammenkunft ſein möge, ich werde mich hintennach ruhiger fühlen, daß ich mich nicht geweigert, ihm Gelegenheit zu einer Verſtändigung zu geben, wenn ſich nämlich eine ſolche in ehrenhafter Weiſe her⸗ beiführen läßt.

Mein theueres Kind, ich will Deinen Wün⸗ ſchen in dieſer Beziehung keineswegs entgegentreten, aber Louiſe, ich fürchte nur, eine Zuſammenkunft unter den obwaltenden Umſtänden werde Dir neuen Schmerz verurſachen.

Du glaubſt alſo auch nicht mehr, daß er unſchuldig ſein könnte, Mutter? Die Röthe, welche hier Louiſen auf die zuvor von der Bläſſe des pariſchen Marmors bedeckten Wangen ſtieg, verrieth ihre tieſe Erregung darüber, daß ihre Mutter nichts vorbrachte, was ihrem Geliebten zur Ausrede dienen konnte.Du ſchweigſt, Mutter, aber ich weiß nur zu gut, wie ich mir dieſes Schweigen zu deuten habe. Es beweist nun, daß

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