Teil eines Werkes 
3. Bd. (1847)
Entstehung
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war dies ſchöne Gebäude der Liebe bis in Grund und Boden erſchüttert, und der Einſturz deſſelben beſchädigte das Herz, in welchem es errichtet war, ſo ſtark, daß ſie fühlte, ſie würde nie wieder das Glück genießen können, welches ſie kürzlich beſeſſen. Wem ſollte ſie für die Zukunft vertrauen, wenn der, welcher die Wahrhaftigkeit und Ehre ſelber zu ſein ſchien, ſolcher Täuſchung fähig war? Waren alle die Schwüre der Liebe, der Austauſch der Ge⸗ danken, durch welche ſie ſo feſt und innig mit einander verbunden worden von ſeiner Seite wenigſtens nichts anderes als ein Theil der planmäßigen Betrügerei, die er verübte, um das Vermögen der Erbin zu gewinnen und es dann an den eigentlichen Gegenſtand ſeiner Neigung zu ver⸗ ſchwenden?Ach, wer kann reich ſein wollen? dachte das weinende Mädchen, während ſie ſich im Tovesſchmerz über die Zerſtörung ihrer ſorgſam gehegten Hoffnungen wand und ihr Gemüth den herben Vermuthungen öffnete, welche ihr die Ent⸗ deckung von der Falſchheit ihres Geliebten aufdrang. Wäre ich arm, ſo hätte er mich nicht begehrt und ich brauchte jetzt nicht die Zertrümmerung meines Glücks zu betrauern.

Frau Sydney fand ihre Tochter blaß und leidend, aber Louiſe hatte nunmehr gelernt, die Heftigkeit ihrer Betrübniß zu verhehlen, wenn nicht zu bewältigen, und ihre Mutter freute ſich, da ſie

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