386 zu mir kommen und mit mir ſpeiſen will, ſo werde ich glücklich und ſtolz ſein, Sie zu empfangen.“
„Sie ſind zu gütig, Madame, und ob ich gleich ſchon ſeit lange her anders wohin verſprochen bin,
ſo werde ich doch die Einladung unberückſichtigt
laſſen und die Ehre haben, Ihnen aufzuwarten.“
Lord Alexander Beaulieu nahm hier Abſchied;
er legte dabei ſo viel empressement und tendresse in Blick und Betragen, als er nur konnte, und war völlig überzeugt, daß er einen äußerſt günſtigen Eindruck auf Frau Maclaurin gemacht hatte. Und diesmal täuſchte ihn ſeine Eitelkeit nicht. Ein Lord, und beſonders der erſte mit dem ſie je geſprochen, mußte nothwendigerweiſe der Gegenſtand des größ⸗ ten Intereſſes für eine parvenue von ſo niedriger Denkungsart werden. Wenn er aber, wie in dem gegenwärtigen Falle, noch ein erträgliches Aeußeres hatte und in Betragen und Haltung bei weitem über den wenigen Männern ſtand, mit denen Frau Maclaurin in England bekannt geworden war, ſo kann man ſich nicht darüber wundern, daß er ihr als ein Muſter der Vollkommenheit erſchien. Sie eilte zum Spiegel, ſobald er nur das Zimmer ver⸗ laſſen hatte, um zu ſehen, ob ſie ſich ordentlich aus⸗ nehme. Ein paar Minuten lang betrachtete ſie das Bild, das er zurückſtrahlte, und ſchien dadurch völ⸗ lig zufrieden geſtellt. Dann bat ſie Frau Bernard


