dame de compagnie und meine Dienerſchaft habe ich
„Ich bin hier ganz allein, Mylord; blos eine
bei mir. Da fühle ich mich denn ſo einſam und gelangweilt, daß ich herzlich wünſchte, ich wäre wieder in England zurück. Rom iſt durchaus nicht der Ort, für den ich es hielt; ich ſtellte es mir ganz ſo luſtig vor, wie Brighton, nur noch von anſtändigeren Leuten bewohnt, weil es zu entfernt iſt, als daß gemeines Volk das Geld auftreiben und hieher kommen könnte. Ich glaubte, da würde es auf Bällen Feſtordner geben und Concerte und Lotterielooſe*) auf den Leihbibliotheken, und alle Arten von anderen Beluſtigungen würden da vor ſich gehen; aber ſtatt deſſen finde ich keinerlei Zer⸗ ſtreuung und es kommt mir abgeſchmackt vor wie laues Waſſer.“
„Wenn ich wagen dürfte, zu hoffen, daß Ihnen meine Beſuche nicht mißſielen, ſo hätte ich kaum nöthig, zu ſagen, wie glücklich es mich machen würde, Ihnen Ihre Einſamkeit erheitern zu helfen.“
„Oh, Mylord, wie gütig und herablaſſend iſt Ihre Herrlichkeit! Ich bin ſehr erfreut, die Be⸗ kanntſchaft eines ſo artigen und feinen Edelmanns gemacht zu haben und wenn Ihre Herrlichkeit heute
*) Der engl. Sitte zufolge findet man an verſchie⸗ denen Orten in Leihbibliotheken Gelegenheit, in Lotterien zu ſetzen. U.
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