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32 Eine vertrauliche Unterredung
lange aufbleiben bekommt uns beiden nicht,— ha! ha!“ Und hiermit reichte er dem Herzog ſeine Doſe, um dem Ge⸗ ſpräch ein Ende zu machen.
Marlborough dankte mit einer Verbeugung für dieſe Herablaſſung, aber murmelte bei ſich:—„Sie bleibt des Nachts auf, ha! So muß ſie noch eine Vertraute außer der Herzogin haben. Das muß ausgemittelt werden.“
Einige Stunden ſpäter nach Beendigung der Cour be⸗ fand er ſich mit ſeiner erlauchten Gemahlin allein in Marl⸗ borough⸗Haus.
Die Herzogin war glänzend. Ihre ſchönen Augen funkelten vor Vergnügen und ein Erröthen des Triumphs färbte ihre Wangen. Ihr Schritt, indem ſie nach einem Sopha im Hintergrunde des Zimmers ging, war ſtattlicher als gewöhnlich, ihre Miene ſtolzer. Ein herrliches Geſchöpf war Sarah von Marlborough noch und von Verblühen war wenig an ihr zu ſehen. In Blick und Haltung hatte ſie etwas Königliches. Ihre Geſtalt war hoch und gebietend und ihre Züge waren von jenem vornehmen Schnitt, der nur den Großen vorbehalten zu ſein ſcheint. Alle Gemüths⸗ bewegungen konnten ſich auf dieſen Zügen abſpiegeln, aber der Ausdruck, den ſie gewöhnlich annahmen, war der des Stolzes. Und doch waren ſie ſanft und weiblich, und nicht ohne eine gewiſſe Art von Ueppigkeit, die ſich hauptſächlich in der reichen Fülle ihrer Lippen und dem ſchmachtenden Schmelz ihrer Augen zeigte, welche, wenn ſie nicht Feuer ſprühten, unausſprechlich zärtlich waren. Ihre Stirne war überaus ſchön und ihr Haar, das ſich gleich einer Tiare um ihr Vorderhaupt ſammelte und hinten in Locken herabfiel, hatte nichts von ſeiner urſprünglichen Glätte, Weichheit und Fülle verloren. Ihre Glieder waren voll und der gerundete Nacken, Arm und Schulter waren von marmorner Weiße. Ihr Anzug entſprach dem Glanz ihrer Perſönlichkeit und
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