Teil eines Werkes 
1. und 2. Theil (1844)
Entstehung
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und die Günſtlingin der Königin. 31

der Königin darüber ſprechen. Das iſt der ſicherſte Weg, um ein Unglück zu verhüten.

Aber nehmen Sie ſich in Acht, meine Theure, daß Sie Ihrer Majeſtät nicht auch zugleich den Zuſtand Ihres Herzens verrathen, ſagte Lady Rivers etwas boshaft.

Abigail erröthete wieder, aber verſuchte nicht zu ant⸗ worten; und in dieſem Augenblick hielt der Wagen an und ſetzte ſie vor dem Palaſte ab.

Drittes Kapitel.

Eine vertrauliche Unterredung in Marlborvugh⸗Haus.

Noch nie war eine ſo zahlreiche oder glänzende Cour in St. James verſammelt geweſen, als bei der gegenwärtigen Gelegenheit. Man bemerkte jedoch, daß die Königin etwas abgemattet und übellaunig ausſah, während eine leichte Röthung der Augen den Schein ihrer Unpäßlichkeit noch erhöhte. Der Herzog von Marlborough, der dieſe Anzeichen mit Theilnahme gewahrte, ſpielte gegen den Prinzen von Dänemark darauf an und dieſer erwiederte nach ſeiner Ge⸗ wohnheit haſtig und unüberlegt:Die Königin hat ſelbſt an ihrem Unbefinden Schuld. Wenn ſie des Nachts nicht ſo ſpät aufbliebe, ſo würden ihre Augen nicht ſo roth und ihre Laune nicht ſo geſtört ſein.

Wirklich! rief der Herzog;ich Ihre Majeſtät begäbe ſich früh zur Ruhe.

Das thut ſie im Allgemeinen auch, erwiederte der Prinz, etwas verlegen über die Unbeſonnenheit, die er ſich hatte zu Schulden kommen laſſen,aber zuweilen bleibt ſie wohl ein Paar Stunden auf und plaudert, mit mir, Eure Durchlaucht, blos mit mir, fragt nach meiner Meinung über Kabinetsſachen, viel beſſer zu Bett zu gehen,

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