Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn. (1845)
Entstehung
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tionen, aus denen das kaiſerliche Heer beſtand, ſehr gut kannte.

Daraus kann man ſehen, ob Fanfulla ſo einfältig war, als neidiſche und boshafte Menſchen glauben machen wollten.

Die Soldaten gingen wirklich in die Falle. Ob⸗

gleich fie Nichts, was einem Menſchen gleich ſah, trotz

aller Mühe, durch die Bäume hindurchzuſpähen, ent⸗ decken konnten. Sie mochten unferem Freund entweder ein beſſeres Geſicht überhaupt oder die Fähigkeit der Katzen zutrauen, im Dunkeln zu ſehen. Kurz, der ganze Auftritt dauerte überhaupt höchſiens ein Ave Maria lang, ſie ſchlugen einen Trab an, und waren in we⸗ nigen Sprüngen durch das Olivenwäldchen hinabge⸗ rannt. 3 3 2

Ei, ſeht die bannbeladenen Schufte! Bis hieher,

bis an unſer Lager kommen ſie, um Beute zu machen.

Laßt uns die deutſchen Memmen in Stücke hauen, wenn fie uns in die Hände fallen! Dieſe Drohungen, ver⸗ miſcht mit ſchrecklichen Flüchen, verhallten zugleich mit den Schritten der Davoneilenden. Fanfulla athmete leicht auf und ſagte lächelnd:

Gute Jagd, meine Jungen! Zetzt, edle Frau,

raſch fort, ehe ſie wiederkehren.

Die arme Liſa war mehr todt, als lebendig vor Schrecken, verließ jedoch, wohl einſehend, wie nöthig es ſei, noch zu rechter Zeit zu fliehen, ſo ſchnell als möglich die Dornhecke. Da ſie ſich nur mit Mühe aufrecht erhielt, ſo wurde ſie von Fanfulla unterſtützt, der das nunmehr beruhigte Kind auf dem andern Arme trug. Sie änderten ihren ſrüheren Plan und beſchloſ⸗ ſen, ſich ſo viel als möglich, den Ebenen von Giullari zu nähern, wo der Prinz in der Villa Guicciardini ſein Hauptquartier hatte, und Gott wollte, daß ſie ohne weitern Unfall eines der letzten Häuſer am Fuße der Mauern erreichten.

Niccolo de' Lapi. 19