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esz widder das dritt gebot... u. s. w.(14 b), nicht minder die sechsz sunde in den heiligen geyst: sie sint grosze totsunde vnd sint offenliche ader vszlegelichen widder die zehen gebode(15 b). Ja nicht nur die vielen verschiedenen Sündenregister, auch die positiven Beichtstücke sind in den zehn Geboten enthalten. So die sieben lyplichen wercke der heyligen barmhertzikeyt: Id quod superest, pauperum est. Darvmb ist er schuldig den armen daz selbigen vberige zu vor an zu geben, anders er stelet ysz von yne vnd det widder das gebodt: Vnd nyemant nit steln. Erzeyget er sie in hochsten noden nit, so zuge esz sich widder das geboyd: Nyemant saltu toden. Ambrosius: Si non pauisti, occidisti etc.(16 a); und sogar die sieben heyligen sacrament: In der dauff ist dir abegenommen die erbsunde vnd yn gegossen schicklich glaube, liebe gotis vnd hoffenung. Hastu des missebrucht dich zu abeglauben ader vngeeret, so dustu widder das erste gebot... u. S. w.(16 b). So wird bei allen auf die zehn Gebote zurückgegangen.
Gerade am Ende des Mittelalters zeigt sich auch das Bestreben, diesen ohnehin schon über die Massen ange- wachsenen Stoff noch mehr zu bereichern. So finden wir bei dem Verfasser der Tafel des kerstlyken Levens etwa vom Jahre 1480(abgedruckt bei P. Bahlmann, Deutschlands katholische Katechismen, Münster 1894, S. 61 ff.) 12 Ver- keertheiden in der Werld, daer sick een yewelick guet Kersten gern voer hoeden sal(S. 71) und 9 Punte, von denen es heisst, sie doent een Menschen in Sunden fallen (S. 72), Stücke, die sonst unbekannt sind, die der Verfasser vielleicht selbst zusammengestellt hat, die er aber auch von allen will auswendig gelernt sehen ¹). Wolff aber sucht den buntscheckigen Stoff zu zentralisieren 2). Das wird auch noch aus dem kurzen Abschnitt seines Buches klar, der den für die Beichtpraxis bestimmten Teil abschliesst, der aber selbst nicht mehr für den unmittelbar praktischen Gebrauch bestimmt zu sein scheint. Uberschrieben Diffi- nicio peccati mortalis(17b ff.), stellt er den Begriff der Todsünde fest: Dotsunde ist eyn yeglich wort vnd wergk
¹) Vergl. auch G. Th. Dithmar, Beiträge zur Geschichte des katechetischen Unterrichts. Marburg 1848, S. 20, wo noch andere erst am Ende des 15. Jahrhunderts aufgekommene katechetische Stücke angeführt werden.
²) Vergl Geffcken a. a. O. Beilagen S. 207, wo Savonarolas Wort angeführt wird, dass sich auf die zehn Gebote alle übrigen zurückführen lassen.
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