24 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
den. Im CIA-Be richt 4 Retrospec- S tive Analysis of ie ſ Aschwit? Bir- Kendu Exterminati- ₰
on Compler von f Brugioni und Poiri- † er wurde die Müll- grube im Februar
. Erstes Buch über den 1979 noch als mõg ersten Lewenthal- liche Leichenver- Fund, Lodz 1965 brennungsgrube
fehlinterpretiert. Zudem meinten sie irrtümlicherweise, auf einer Luftauf- nahme vom 21. Dezember 1944 zu er- kennen, dass die Grube zugeschüttet worden sei.
Wann die Grube nach Februar 1945 mit Erde aufgefüllt wurde, kann nicht mehr rekonstruiert werden, aber ihre Offnung. Ania S?czepanska zufol- ge sei die Ausgrabung von dem polni— schen Filmregisseur und Drehbuchau— toren Andrzej Brzozowski(1932 2005) initiiert worden, nachdem er durch das polnische Buch SZMajcie w Popiolach(Suchet in der Asche, 1965; dt. Ubers. Briefe aus Litzmannstadt, 1967) über die vom Sonderkomman- do-Häftling Salmen Lewenthal ver- grabenen und am 28. Juli 1961 ent— deckten Schriften dazu inspiriert worden war.
Dieser dreiteilige Fund, ein Bericht aus dem Ghetto Litzmannstadt, ein Kommentar Lewenthals sowie ein Armband, war dem beharrlichen En- gagement des ehemaligen Auschwitz- Häftlings Henryk Porebski zu verdan- ken, der das Versteck Lewenthals kannte und seit August 1943 eine offi—
zielle Grabung zu erreichen suchte. Mit Unterstützung der Hauptkommis- vion zlur Erfoyschlng der Hitlerverbre— chen in Polen wurde allerdings erst im März 1961 eine Genehmigung erteilt.
Im Zuge dessen wurden 1961 auf der Rückseite von Krematorium II über 80 Quadratmeter Erde umgegra- ben. Dabei„Kamen unter einen dicken Rdsenschicht diese Abfdlle zum Vor- Schein. Hunderte von Kleinen Arznei- Hschchen, Knöpfe, Purfiimflakons, Lõyÿfel ind Gabeln, zerbrochene Mani— Kiiregegenstdinde, zerschlagene Spiegel ind Pliderdosen, Schließlich ungari- Sches, chechisches, deutsches ind pol- nisches Kleingeld.“, informiert das Buch. BrZozowski hatte das Thema für seinen nächsten Kurzfilm gefunden und einen sicheren Fundort hatte er auch, denn außer den Lewenthal-Fun- den verblieben alle„Abfälle“ in der Erde. Bevor die Gruben-Offnung ge- filmt werden konnte, fanden jedoch noch weitere Untersuchungen auf dem Hinterhof von Krematorium II Statt. Nach erneuten Grabungen durch die bereits erwähnte Hauptkommis- vion wurde am 17. Oktober 1962 eine weitere Handschrift Lewenthals gefunden.
Am 17. Oktober 1963 gab der ein- zige bekannte Sonderkommando- Uberlebende der sog. Ungarn-Trans- porte, Dov Paisikovic, in Wien zu Protokoll, er habe ein Tagebuch seines aus Frankreich deportierten polni— schen Kameraden Leon„am Mitt- woch vor dem Aufstand? des Sonder- kommandos im Hof von Krematorium II selbst vergraben. Zudem seien da-


