22 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
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Henryk Tauber und Shlomo Dragon bei den Ermittlungen der sowj. Untersuchungs- kommission, Februar 1945, Originalabzug im Archiv Kilian
Häftlingen als Akt des Widerstands unter dem Müll versteckt worden wa- ren, ebenso wie menschliche Zähne. Der konspirative Sonderkomman- do-Chronist Salmen Gradowski schrieb über die Zähne im Jahre 1944: „Win die Arheiter dieses Kommandos, hahen sie eigens über das gesamte Geldnde veystrelt, S0 viele wie wir Konnten, S0 dass die Wel lebende Zei- chen von Millionen ermordeter Men- Schen finden möge.* Versteckt wurden zudem Uberreste wie Knochenstücke und Haare, aber auch Beweismittel wie Tagebücher, Briefe und Fotos. Filip Müller vagte 1979 im Interview Claude Lanzmann gegenüber aus:„(..) viele Fotografien wuren vergraben, die mis- Sen noch his helute da in Auschwitz s0
z vein. Wir haben ja auch dafir ge— Soygt, dass die Welt mal vielleicht sich mal da in diesen Jerrain graben wirde.? Dies bestätigte auch der Sonderkom- mando-Uberlebende Henryk Tauber in seiner Aussage vom Mai 1943.
Die Grabungsstelle von 10 X 10 Metern befand sich 1967 auf dem Gelände einer etwa 5 X 8 Meter großen Müllgrube, die auf alliierten Luftaufnahmen bereits seit dem 31. Mai 1 944 erkennbar ist und selbst nach der Verwischung von Spuren und Zu— schüttung anderer Gruben auf dem Gebiet von Krematorium II noch am 19. Februar 1945 als einzige Grube zu Schen war.
Insofern kann nicht ausgeschlossen werden, dass kurz nach der Befreiung


