Heft 
(2012) 1/2012. Dezember 2012
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

Die Koffer der Ermordeten wurden im Fffektenlager gesammelt, bis sie zur Weiterver- wendungins Reich geschickt wurden.

meiner Reaktion, da mir schlicht die Vorstellungskraft fehlte, das Geschehe- ne mit diesem Ort zu verknüpfen.

Wir gingen die Lagerstraße ent- lang zu einem der Ausstellungsräume, die sich in den ehemaligen Blöcken befinden. In einem der oberen Stock- werke gelangten wir schließlich in den Raum, der mir schon im Vorfeld Sorgen bereitete. Durch eine Glas- Scheibe sah man Berge von menschli- chem Haar. Für einen kurzen Mo- ment erschien der Anblick unerträg- lich. Genauso wie die Kellerverliese und die Stehzellen im Block 11. Doch dort blieb nicht die Zeit darüber nachzudenken. Die nächsten Besu cher drängten schon in den Keller und schoben sich gegenseitig von Zel-

le Zzu Zelle. Die Luft war stickig, und ich war erleichtert, den Keller wieder verlassen zu können.

Nach der Jour brauchte ich Zeit für mich und entschied mich gegen die weiteren Programmpunkte, den Be- such im Archiv und in der Kunstaus- stellung. Stattdessen sah ich mir die Sinti- und Roma-Ausstellung im Block 13 an. Durch den langen Flur gelangte man über eine Treppe in den ersten Stock, in dem sich die Ausstel- lung seit August 2001 befindet.*** Durch die vielen Fenster auf allen Seiten wirkte der Raum hell. Auf großen dunklen Tafeln wurden die drei Schwerpunkte der Ausstellung dokumentiert: 1.) Ausgrenzung und

*** Pie Reulisierung des Projelts erfolgte auf Initiative und unter Hederfihrung des Poll- mentations- nd Kuluurzentrums in enger Zusammenarbeit mit der Gedenlstütte Auschwitz ind dem Verband der Roma in Polen vowie Sechs weiteren nutionalen Koma-Organisationen (vMM sintindroma. dezentrumasstellungenmiselm-auschwitz. huml.