Heft 
(2009) 1/2009. August 2009
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 21

Ständige konservatorische Maßnahmen Nachwort zum BuchArchitektur des Verbrechens Von Jer?y Wroblewski

Das Museum und die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau in Oswiecim wer- den vom Beginn ihres Bestehens an bis zum heutigen Fag vom polnischen Staat finanziert. Die Regierung legt jährlich den Haushalt für den Erhalt, die laufenden Ausgaben und für die notwendigen konservatorischen Ar- beiten fest. So ist es gelungen, diesen ein?igartigen Denkmalskomplex zu er- halten, der auf einem fast 200 Hektar großen und teilweise bewaldeten Gelände liegt. Darauf befinden sich noch 154 verschiedene Gebäude, über 300 denkmalgeschützte Ruinen, darun- ter die der Gaskammern und Krema-

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torien, Kilometer an Wegen, Zäunen, unterschiedliche Installationen, tau sende Gegenstände, die noch aus der Lagerzeit stammen, sowie eine riesige Sammlung schriftlicher Dokumente. Dies alles erfordert ständige und teure konservatorische Maßnahmen.

Die Jahre, die atmosphärischen Be- dingungen, die natürliche Abnutzung der Bausubstanz, Millionen von Besu- chern im Museum beschleunigen den Abnutzungsprozess der Objekte. Diese Situation erfordert einen größeren Aufwand für die Konservierungsarbei- ten. Obwohl die Haushaltsmittel nach wie vor relativ hoch sind, reichen sie nicht aus, um alle notwendigen Maßnahmen durchzuführen. Das Museum war und ist daher ge zwungen, sich nach weiteren Geld- quellen umzusehen.

Gegen Ende der acht?ziger Jah- re gelang es, einen starken Sponsor in der Person von Ronald S. Lau- der und seiner Stiftung aus den

Vereinigten Staaten zu gewinnen.

Fxperten dieser Stiftung schätzten nach Besichtigungen und Ge sprächen mit polnischen Fachleu- ten den finanziellen Bedarf des Museums auf rund 42,5 Millionen UDollar. Als geradezu uner- müdlicher Organisator von Mit teln aus der Stiftung erwies sich der Spãtere stellvertretende Vorsit- 7ende des Internationalen Ausch- witz-Rates, Herr Kaiman Sultanik. PDank seiner Bemühungen kam der größte Jeil dieser Summe zu- sammen und half dem Museum