22 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
wichtige konservatorische Maßnahmen um?zusetꝰen.
Beachtung verdient auch die Tätig- keit der Stiftung für das Gedenken an die Opfer des Todeslagers Auschwit?- Birkenau in Oswiecim, die Zzu Beginn der neunziger Jahre auf Initiative der damaligen Vizekulturministerin, Frau Krystyna Mars?alek-Mtyriczyk, ge- gründet wurde. Dank der Aktivitäten dieser Stiftung kamen über 10 Millio- nen Zloty für konservatorische Maß- nahmen zusammen.
Große finanzielle Hilfen leisteten Belgien, die Bundesrepublik Deutsch- land, die deutschen Bundesländer, Frankreich, Holland, Kuxemburg, Nor- wegen, Russland, die Schweiz sowie die Stiftung für Peutsch-Polnische Zu— sammenarbeit. Auf einen dieser Geld- geber, die deutschen Bundesländer, möchte ich hier besonders eingehen. Dank den von ihnen überwiesenen Millionen PM konnten eine Reihe von sehr wichtigen konservatorischen und pãdagogischen Maßnahmen reali- siert werden- unter anderem
die konservatorische Instandset?ung der Blockführerstube in Birkenau;
die konservatorische Instandset?ung der Blöcke A-10, A-11, A-26 in Ausch- witz
die konservatorische Instandset?ung des Saunagebäudes in Birkenau:
„die ständige Ausstellung in diesem Saunagebäude:
„ die kKonservatorische Instandset- zung der Zaunanlagen, der Wachtürme und der PBingangstore zum Gelände in Auschwitz und Birkenau, einem Pro- jekt, das als„innovatives Werk von in- ternationaler Bedeutung“ bezeichnet wurde.
Alle Pinzelheiten, die die Fragen der Organisation, die Auswahl der
konservatorischen Methoden, den Ver- lauf der Arbeiten und die Kosten be- treffen, wurden ausführlich in dieser jet?t vorliegenden Publikation mit dem Titel„Das System der Sicherung und Isolation im Lager Auschwitz“ be- Schrieben. Ergänzen möchte ich diese Informationen durch einige Anmer- kungen über eine Person, von der ich meine, dass sie sehr zum endgültigen Gelingen des gesamten Unternehmens beigetragen hat. Es ist dies Helmut Morlok, der Hauptkoordinator jener Arbeiten, die durchgeführt werden konnten, weil die deutschen Bundes- länder im Jahre 1004 dem Musuem fi- nanzielle Mittel Zzur Verfügung stellten.
Als damaliger Direktor des Mu- Seums hatte ich ständigen Kontakt zu Herrn Morlok, habe viel mit ihm gere- det, viel von ihm gelernt, auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren. Heute, aus der Perspektive der vergan- genen Jahre, bin ich zutiefst davon über- zeugt, dass es den Mitarbeitern des Museums nur dank solcher Menschen wie Helmut Morlok leichter gelingt, den im„Iestament“ der ehemaligen Häft- linge enthaltenen Grundgedanken zu verwirklichen:„Die Uberreste von Auschwitz müssen für alle Zeit erhalten bleiben“. Helmut Morloks Kompeten- zen, seine Hingabe an die Sache und Seine Sensibilität ermõglichten es, viele äußerst delikate und komplizierte Auf- gaben Zu erledigen.
Helmut Morlok war bei allen Ar- beitsschritten dabei, von der Aufgaben- stellung über die Brarbeitung von kon- Servatorischen Leitlinien, die unerlässli- che Dokumentation, die Auswahl der ausführenden Hirmen, die Aufsicht bei der Umsetzung der Arbeiten bis zu den Endabrechnungen. Er war stets enga- giert, sensibel, kolegial, und ihm lag die


