Heft 
(2009) 1/2009. August 2009
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Die verloren Liebe der Ilse Stein

Fin jüdisches Mädchen aus Geiß-Nidda(heute Stadtteil von Nidda im Wetterau- kreis) und derJudenaufscher, ein Wehrmachtsoffizier, verlieben sich im Ghet- to Minsk. Ilse Stein und Willi Schulz. Ihnen gelingt Zzusammen mit anderen die Flucht zu den russischen Partisanen. Nach einigen Monaten werden sie getrennt und verlieren sich aus den Augen. Ihr gemeinsamer Sohn stirbt wenige Monate nach der Geburt 1944. Willi Schulz stirbt im selben Jahr. Ilse Stein lebte in der Sowjetunion; sie starb 1993 im Alter von 68 Jahren.

Der Frankfurter Journalist und Autor Johannes Winter hat die Geschichte der beiden Liebenden recherchiert. Dazu hat er viele Gespräche mit Ilse Stein ge- führt und die Spuren von Willi Schulz in den Archiven verfolgt. Ihre anrührende, aufregende und- wie viele Begebenheiten aus der Zeit- fast unglaubliche Ge- Schichte hat er in Essays, einem Film und in seinem BuchDie verlorene Liebe der Ilse Stein wiedergegeben.

Johannes Winter liest aus seinem Buch am

Freitag, 28. August 2009, um 19.30 Uhr im Alten Rathaus in Ortenberg

Veranstaltet wird die Lesung von der Lagergemeinschaft Auschwilz FreundesKreis der Alschwitzer zusammen mit dem Wetteraukreis. Anlass ist der 70. Jahrestag des Kriegsbeginns am 1. September. Ilse Steins Geburtsort Geiß-Nidda ist nur wenige Kilometer vom Veranstaltungsort(63683 Ortenberg) entfernt. Johannes Winter be- richtet über einen der etwa 100 Wehrmachtsangehörigen, die ihr Leben riskierten, um Juden vor der Ermordung zu retten. Fahnenflucht undRassenschande wären die Urteilsgründe für seine Hinrichtung gewesen, wenn er der Wehrmachtsjusti? in die Hände gefallen wäre. Die oft unsägliche Debatte über die Verbrechen der Wehrmacht einerseits und die Rehabilitation der Wehrmachtsdeserteure und Kriegsverräter andererseits wird mit Johannes Winters Buch verdeutlicht.

Frankfurt am Main-Auschwitz Ausstellung zur Vernichtung der Roma und Sinti

Künstler der autonomen GruppeFaites votre jeu sind im Frühjahr dieses Jahres in

das Gebäude in der Klapperfeldstraße 5 eingezogen und prãsentieren die Ausstel-

lung als ersten Jeil einer Reihe, mit der sie die Geschichte dieses ehemaligen preußi-

Schen Poliꝰeipräsidiums und spãteren Gestapo-Gefängnisses darstellen. Die Ausstel-

lung des Frdervereins Roma wird noch gezeigt bis zum 11. September 2009. Frankfurt am Main, Klapperfeldstraße 5 Nähe Zeil)

Offnungszeiten: Di.-Fr. 11 bis 14 Uhr und 17 bis 20 Uhr: Sa. 11 bis 14 Uhr

Begleitveranstaltungen:

2. August, 19.30 Uhr, Gespräch mit dem Historiker Peter Sandner

3. September, 19.30 Uhr, Gespräch mit der Romni Ursula Rose

11. September, 19.30 Uhr, Philharmonischer Verein der Roma und Sinti

Kontakt: Fhrderverein Roma, Ielefon(069) 440123