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(2009) 1/2009. August 2009
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

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Das soll auch mit dem vorlie- genden MB 1/00 geschehen. Wir weisen auf drei Bücher hin, die 2008 im Staatlichen Museum Auschwit?-Birkenau in deut- scher Ubersetzung erschienen sind. Diese sollen in nächster Zeit den Lesern zugänglich ge- macht werden, indem die ehe- maligen Häftlinge selbst Zzu Wort kommen. Also nicht als Bespre- chung eines Buches sondern als Wahrnehmung dessen, was uns im Freundeskreis übermittelt wurde. Und das heißt immer auch, zur Sprache zu bringen,

Kaznerz Ftecsk.

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Nar eine Nummer.,

Beschichtern aus sctt

Kazimiers Piechowski. Ich war eine Nummer. Geschichten aus Ausch- witz. Oswiecim 2008, ISBN 978-83-60210-74-1

AURUSI KUMALLZMkK Stacheldraht-Refrain Fine wahre Trilogie

August Kowalczyk. Sta- cheldraht-Refrain-Fine wahre Trilogie. Oswie- cim 2008, ISBN 978-83- 60210-56-7

was dieZeit?zeugen erlebt und zu sagen haben.

Und auch auf Ton- und Bild-CDs ist verstärkt die Aufmerksamkeit zu rich- ten, wie es Claudia Simon in dieser Aus- gabe des MB tut. Schließlich drucken wir hier das Nachwort des vormaligen

Direktors des Staatlichen Museums Auschwit?-Birkenau, erzy Wroblewski, zum BuchArchitektur des Verbre- chens ab. Uber dieses Werk hatten wir Schon im letzten MB berichtet. Alhrecht Wernen- Cordt

Gegen das Vergessen In der Schule den Gedenktag am 27. Januar vorbereiten Fin Konzept von Glaudia Simon

Seit 2004 besuche ich Schulen im Raum Tübingen und berichte von den Schicksalen, vom Leben, von den Hoff- nungen derer, die unter unmenschlichs- ten Qualen der Jerror-Herrschaft der Na?is ausgeset?t waren. Wenn wir dann am 27. Januar der Opfer gedenken, s0 begegnen viele Schüler diesem Anlass mit anderem Bewusstsein, anderem Blickwinkel. Geschichte ist fassbar ge- worden. Die Opfer entrücken der Ano- nymität. Mein Anliegen ist es, die Frin- nerung lebendig Zzu halten und den Op- fern in angemessener Form des Geden- kens Respekt und Würde zu schenken. Ich möchte Auschwit?z ein Gesicht ge-

ben. Die Menschen, von denen ich er- zähle, haben einen Namen. Ich erzähle ihre Geschichte.

Viele meiner Schilderungen han- deln von Stanislaw Hantz. Seine Häft- lingsnummer war 2049. Ich hatte die Möglichkeit, ihn eine Woche lang durch das Lager- und durch seine Geschichte begleiten zu dürfen. Er hatte seinen Kameraden versprochen, sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, sie nichtals Nummer sterben zu lassen. Ich versprach ihm, dies auch zu meiner Herzensangelegenheit Zu machen.

Uber EFinzelschicksale im formalen Unterricht einen Zugang zu schaffen,