16 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
Der Zaun von Auschwitz- Das Vermächtnis der Häftlinge
Worte und Bilder, Texte und Tondokumente
Auschwit?: Was wird geblieben sein in zehn, zwanzig, dreißig Jahren? Selbst von uns, den Nachgeborenen, die das Glück hatten, die Uberleben- den noch persõnlich kennen gelernt zu haben, werden viele gestorben sein. Was also wird bleiben?
Die Frinnerung? Der Zaun von Auschwitz? Das Weltkulturerbe. Wes- sen Brinnerungen? In welcher Form? Als verschriftete Zeitzeugenberichte. Als mündlich vorgebrachte Erzählun- gen. Als Botschaft der Häftlinge, wei- tergegeben an ihre Kameraden, dass wir uns erinnern und das Frinnerte be⸗ wahren. Als unsere Brinnerungen an die ehemaligen Häftlinge. Als Vorträ- ge. Als gesprochenes Wort, gespeichert auf Disketten. Als Erinnerungen an Studienreisen, an persönliche Ge— spräche. Bleiben werden die Doku— mente. Aber die Stimme der Uberle— benden? Die Blicke? Das Ungesagte? Die Bilder im Kopf?
Im PBrinne- rung bleiben die Fotos an der Wand. Die Hab- Seligkeiten der EFrmordeten. Das abgeschnit- tene Haar. Die in den Putz der Zellen gerit?ten Botschaften. Aber das„We- sentliche dieses Ortes ist un—
Bogdan Bärtnikouzkl
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kine Kindheit hinterm Sacheldraht
Bogdan Bartnikowski. Eine Kindheit hinter
.„ Stacheldraht. Oswie- Kehdarn, ſ eim 2005, 15BN8. elmut Morlok 60210 73.4
treffend in unse- rem Mitteilungsblatt formulierte Qs. Jg., Heft 1).„Die Frinnerung an(die) Menschen wach zu halten, die an die- Sen Ort deportiert, an diesem Ort ge- quält, gedemütigt, durch Arbeit, Schi- kanen und Krankheit vernichtet, fa- brikmäßig ermordet wurden; nur dar- auf beruht der Wert der Din-
ge an diesem Ort.“
Im Jahr 2005 haben wir im Mitteilungsblatt explizit eine Rubrik„Brinnerungen, Mo— nographien, Neuerscheinun- gen“ begründet. Ob jedoch als Feit?zeugenbericht, Buchre- zension oder als Hinweis auf andernorts Veröffentlichtes, Seit unserem ersten Mittei- ungblatt im Jahr 10 tehen
Mikulas Zilina war Offizier der tschechoslowakischen Armee und Jude aus der Slowakei. Er hat diese Inschrift an Zelle Nr. 19 im Block 11 geritzt. Er wurde nach einem Fluchtversuch im August 1944 in Birkenau ermordet.
diese wesentlichen, wenn- gleich unsichtbaren Zeugnisse und Dokumente im Mittel— punkt eines jeden Heftes.


