Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 13
Fin Gefühl, das Sschwer zu beschreiben ist Langjähriges Schulprojekt in Mühlheim und Apolda
Von Martina Hörber
Am 25. Jnuar 2000 fand im vollbesetzten Mugendzentrum der Stadt Miihheim am Main(Kreis OffenhachMessen, eine beeindruckcende Veranstaltung vtutt: Schü- lerinnen und Schliler Präsentierten ihre Eindrickce von einer ⁊weiwõchigen Studi- enreise nach Ausch witz im Septemher 2006. Solche Studienfahrten haben hier eine jangjdhrige Vradition. Seit 7000 fähyt jedes Jahr eine Oruppe des Friedrich- Ehert- Gymnasiums Mihlheim zusammen mit Mugendlichen der Bergschule Apolda (TVhüringen) und Betreuern der Mgendpflege Mihlheim nach Polen, m sich dort aufdem Geldnde des ehemaligen Konzentrationslagers Ausch witz in verchiedenen Projekigruppen mit der Geschichte auseinanderzuseltzen. Huſig wur mit diesen Sudienfahrten auch ein Austausch mit Polnischen Schlilern der Purtmerschule in
Owiecim verhlnden.
Im September 2008 nahmen 32 Schülerinnen und Schüler der Jahr— gangsstufe 12 an der Fahrt teil, begleitet wurden sie von Lehrern der beiden Schulen, einigen Müttern und Vãtern Sowie zwei Mitarbeitern der Jugend- pflege Mühlheim. Gearbeitet wurde in verschiedenen Projektgruppen(„Foto“, „Film“,„Weg der Vernichtung“,„Krea- tives und Theater“ sowie„Auschwitz- proZess“). Die Gruppe war in ehemali- gen Wohnräumen der S8 direkt im Fin- gangsbereich des sogenannten Stamm- lagers untergebracht. Während des Aufenthaltes hatten sie auch die Mög- lichkeit Zu Gesprächen mit Kazimier? Smolen. Er hat als Häftling Auschwit? überlebt, war lange Jahrzehnte Leiter der Gedenkstätte Auschwit? und hat 1963 als Zeuge im großen Frankfurter Auschwitz-Prozess ausgesagt.
Wie in jedem Jahr verarbeiteten die Schülerinnen und Schüler ihre Pindrücke und Empfindungen unter anderem in Form einer Präsentation, welche jeweils in Mühlheim und Apolda gezeigt wird. Erster Teil war eine Ausstellung, in der Fotos, selbst
geschriebene Gedichte und Archiv- recherchen präsentiert wurden. Aktu- elle Bezüge wurden hergestellt durch Aus?züge aus der Menschenrechts- erklärung der WN sowie die Parstel- lung einer Weltkarte, auf der zahlrei- che heute begangene Menschen- rechtsverlet?ungen in allen Jeilen der Erde thematisiert wurden.
Zweiter Jeil war die künstlerische Darstellung der Empfindungen und Rechercheergebnisse in Form einer Theater-, Foto- und Video-Vorstel- lung. So wurden unter anderem Ori- ginalaussagen von Opfern und Tätern aus dem Frankfurter Auschwitz-Pro- zess gegenübergestellt. Zudem präsen- tierten die Schüler mit kurzen Thea- ters?enen die politische Entwicklung vom Beginn der 30er Jahre an, die zu Auschwit? führte. So wurden zwei Freundinnen dargestellt, welche sich nicht mehr in einem Café treffen durf- ten, da eine der beiden Jüdin war. Außerdem trugen die Jugendlichen ei— nige der während der Studienreise Selbst verfassten Iexte vor und inte- grierten während der Reise entstan-


