Heft 
(2009) 1/2009. August 2009
Einzelbild herunterladen

Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 11

Während Zofia in Block 11, der Küchenbaracke, untergebracht war, wurde sie auch Zeugin der Selektio- nen., Zwar wurde jedes Mal Blockspert re verhdngt, aher das hat nichts gehol- ſen. Diejenigen, die in der Nähe der Rampe uintergehracht wuren, hahen das mithekommen und gesehen.

Zofia erzählt von der

in ihrer Umgehung arbeiteten, vuuber waren. Jede Woche durften die Frauen in die Sauuna zum Dlschen, denn sie hatte große Angst vor Ldlisen ind anderen nselcten. Zofia sicht auch den indi- viduellen Kontakt:Das war Könnte man vugen, die heste Periode, die mir er- jauhte, das alles zu überlehen. Die Tat- Sache, dass ich ein gutes

Menge der Menschen, von den Kindern, die lachten und spielten, während sie mit ihren Müttern warteten, von dem Rabbi, den sie mit- ten in der Nacht sein trauriges Lied singen hörte. Zofia erzählt uns von Alma Rosé, der Leiterin des Frauenor- chesters. Zofia hatte ihr zuweilen zusätzliches Es- Sen besorgt.Alma Rosé

Vormilinis zlu dieser Auf⸗ Seherin Lisa hatte, hatte auch Keinen Schlechten Hinfluss auf meine Be Ziehlingen zu den ande- ren Hiftlingsfrauen. Die Beziehungen wuren gut, ind wo ich die Mõglich- Keit, die Chance zu hel- ſen hatte, hahe ich gehol- ſen. Nicht alle SSLelite waren Bestien.

Der restliche Glaube an das Gute im Men-

eine wunderbare Gei gerin! Zofia schwärmt von zwei unga- rischen Sängerinnen aus Almas Orche- Ster, die so herrlich schön singen konnten! Vor allem die Lieder von Ma- rika Rökk! Und Zofia lãchelt und singt: Nür eine Wacht voller Seligkeit, da geh ich alles hin- doch ich vermchenk mein Herz nur dann, wenn ich in Stimmung hin. Wir erahnen auch die Momente der kleinen Freuden, die den grausamen Alltag der Häftlinge zuweilen für we- nigstens kurze Zeit erhellen konnten. Zofiasdritte Btappe begann im Juni 1943:Da erschien die Aufseherin, die Heldin meines Buches-Aufseherin Lisa Fran?z. Aufgrund ihrer Deutsch- kenntnisse wurde Zofia als Schreiberin für dieSchreibstube Küche und Brot- magazin ausgewählt.Auſeherin ranz legte großen Wert auf Hgiene. Sie achtete darauß dass die Frauen, die

schen, die Freude über jeden kleinen Funken freundlicher Ge- Sten hielt die Hoffnung der Häftlinge am Leben.Wir hahen uns damals an jedes Zeichen der Menschlichkeit ge- Klammert. Wir veruchten, uns darauf zu vtlitzen. Pas hat uns ein wenig Hof⸗ ning gegeben. Auch Zofias Glaube an Gott hatte ihr immer Hoffnung gege- ben. Nicht nur in der Zeit ihrer Krank- heit. Nein, während ihres gesamten La- geraufenthalts, in ihrem ganzen Leben.

EFine dünne Grenze

P giht eine vehr diinne Grenze, die nicht iberschritten werden darf Wenn nehen mir eine Frau lag, die ilr Brot, dus Sie abends belcommen hatte, zum Friih- viick aufgehohen hatte, und ich mein ganzes Brot Schon ahends auſgegessen hatte, dann durfte ich dus Brot der ande-