Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 21
kenau. Vergangenheit und Gegenwart. 2008 Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau
zurück. Er träãumt. Die Träume des ehe- maligen Auschwitzhäftlings August Kowalczyk sind große Frinnerungslite- ratur, in der Geschehnisse verdichtet werden, wiederkehren, in veränderter Gestalt auftauchen. In diesen Träumen wird die Wirklichkeit hinter den so ge- nannten Jatsachen erkennbar.
Die Schüssel der Hunger
Die von Kazimierz Piechowski her- ausgegebenen„ Geschichten von Ausch- wilz, entstanden durch Zusammenstel- lung seiner Brinnerungen und der Auf— zeichnungen von Gesprächen mit Fugenia Bozena Kaczynska und Michal Ziolkowski, sind angeordnet wie ein Spinnennetz, in dessen Mitte der Tod lauert. Dieses Leben im Tod wird in ei- ner Sprache berichtet, die so sachlich das Geschehene betrachtet, wie das Selbsterlebte im erinnernden Gedächt- nis der Autoren reflektiert wird.
„Die Schilissel.. Es waur glit im Lager ehen vo eine eigene Schiissel zu haben. Zlerst diente sie zum Waschen, dann zlim Essen, ind wenn jemand Durchfali
hatte, dann Konnte man, wenn das drin- gende„Bedirfnis“ da wan die Schissel auch in diesem Hull henutzen. Und wie oft machte Sich das brape Geschirr beim Er- hrechen hezahlt? So eine Schissel, das wur einer der Schtze im Lager Jede von lns Jitete ihre Schiissel also wie ihren Aligapfel. Sogar nachts. Ich war s6 ge— Schwächt, dass man mich ins Revier hrachte. Das war der Krankenbaut des Lagem. Ein Aufenthalt im Revier verhieß gewöhnlich den haldigen Jod, denn we- der die SS Arzte“ noch ihre entsetz— lichen Assistentinnen hielten enus von einer Vrennung der Kranken in den Ahleilungen des Reviers. Und so lagen denn VphusMranke neben Juherulose- Kranlkcen. Oft sturb eine Hau, die wegen Schwindsucht in den Block eingeliefert woyden wan an Vphlis ind eine Tphls- Kranke an Schwindsucht. Sie steckten sich ehen gegenseitig mit ihren Kranhheiten an. Doch wen hätte das Schon gekm- mertꝰ? Per„ Vernichtungsplan“ ließ sich von veinen eigenen Gesetzen leiten.. Wenn ich heute noch lebe, dann habe ich das den Hftlingsrzten des Lagers Pol- nischen Arzten, zu verdanken. Wunder-


