Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 8
György Denes bei seinem Vortrag im Museum der Stadt Butzbach am 9. November 2009. Links das Wandbild, das an die Pogromnacht von 1938 erinnert. Foto: Aaron Löwenbein
Anne Frank aus Frankfurt, deren später aufgefundenes Tagebuch zur Weltlitera- tur werden sollte.
Die vielen Leichen,„die habe ich noch gesehen, bevor wir am 10. April auf Fransport nach Theresienstadt ge- schickt wurden“, berichtete György Denes. Die KZ-Häftlinge wurden in Viehwagen gezwängt,„wir waren 70 Personen in einem Wagen, in dem zu normalen Zeiten sechs Pferde trans- portiert wurden“, hat György Denes recherchiert.„Wir waren zwölf Tage un- terwegs und hatten nur Verpflegung für Sechs Tage.“
Massengrab bei Zernitz
Weil der Zug als Militärtransport getarnt war, wurde er von alliierten Flugzeugen beschossen. Unter ande- rem kamen dabei in Brandenburg in
der Nähe des Dorfes Zernitz 48 Häft- linge ums Leben, da sie nicht wie die Wachmannschaften den Zug verlassen und Deckung aufsuchen konnten. Vor einiger Zeit entdeckten aufgrund von Hinweisen von György Denes Mitar- beiter der Gedenkstätte Bergen-Bel- Sen die Leichen in einem bis dahin un— bekannten Massengrab. Herr Denes hat bisher die Namen von 45 der getö- teten Kameraden recherchieren kön- nen.„Das waren Menschen mit Namen, auch wenn die Nazis sie zu Nummern machten“, sagte er ernst. Sein Ziel ist es, dass eine Gedenktafel mit den Namen aller 48 Toten an dem Massengrab angebracht wird.
György Denes überlebte den Trans- port nach Theresienstadt schwer ver- letzt und„mit sehr, Schr viel Glück“ und immer mit dem festen Willen,„ich will überleben“. Viele seien trotꝰdem umge-


