Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 13
175 Hektar sowie auf die Bahngleise mit der berüchtigten Rampe, wo einst mit einem einzigen Hingerzeig über Ke- ben und Tod entschieden wurde. In den teilweise noch erhaltenen Baracken waren Zeitweise bis zu 100.000 Häft- linge auf einmal zusammengepfercht. Von den Krematorien mit den riesi- gen Gaskammern, in denen jahrelang Systematischer Massenmord betrieben wurde, Sind nur noch Ruinen erhalten. Die Anlagen wurden kurz vor der Be- freiung des Lagers von der 88 ge- sprengt, die damit die Spuren ihrer Verbrechen verwischen wollte. Dass diese jedoch niemals in Vergessenheit geraten, ist Aufgabe der Dokumentati- onsstelle in der Gedenkstätte. Auf rund 200 Laufmetern Regelfläche sind dort tausende Urkunden und Karteien zu- sammengetragen, die jet?zt nach und nach auch elektronisch erfasst werden. Sie enthalten Häftlingsfotos des SS-Erkennungsdienstes, Baupläne des Lagers und der Krematoriumsanlagen Sowie SS-Fotodokumentationen des Baus, Gefangenenlisten, detaillierte
Arbeitseinsatzlisten, geheime Kassi- ber der Widerstandsbewegung, Unter- lagen über die berüchtigten Medizin- versuche und schließlich die umfang- reichen Sterbebücher- aber auch Er- innerungsberichte von befreiten Hãft- lingen sowie Zeugenaussagen aus den späteren Prozessen gegen die Täter.
Das Archiv steht Wissenschaftlern und Journalisten aus dem In- und Aus- land für Recherchen zur Verfügung. Pabei arbeitet es eng mit vergleichba- ren Instituten in aller Welt Zusammen- etwa mit der israelischen Gedenk- stätte Jad Vaschem, dem Holocaust- Museum in Washington oder Doku— mentationsstellen in Russland, zumal viele Unterlagen nach der Befreiung des Lagers in die ehemalige Sowſet- union gelangten.
Besonders wichtig ist es, Kontakte zu ehemaligen Häftlingen und ihren Familien zu halten. Denn letztlich sind nur die Zeitzeugen in der Lage, die ganze Dimension des Grauens im Konzentrationslager Auschwitz zu dokumentieren.
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Die Todeswand im Hof des berüchtigten Block 11 im Stammlager Auschwitz.


