Und die Dorfleute, wer nur irgend konnte,
Sind dorten jetzt und klatschen ihnen Beifall.
Es schwitzt die Hand, in Bächen fließt die Träne— O für die Musen wie beglückende Szene
Das Lärmen hat den Alten wohl gestört,
Doch wieder weiter läuft die Feder, läuft, Knistert und hält von neuem an.— Umsonst! Die Seele will heut keine Ruhe finden.
Stumm nun ist die Musik. Jedoch statt dessen Kommen Gespenster lang entschwundner Zeiten, Und peinigen den Greis und martern ihn— Ach, wozu sind die alten Zeiten auch?!
v1.
Drei schöne Söhne hatt’ er und verlor sie— Durchs Leben— durch das Leben, nicht den Tod. Ja, den der Tod ihm nahm, der einz’ge ist er Der dreie, über den er sich freuen kann.
Krieg, Weltlauf, Luft und eine neue Zeit,
Die leise, auf den Zehenspitzen naht
Und deren Strom man erst bemerkt, wenn schon Das ganze Land von seinen Wogen schallt:
Die Neuzeit, auf der Alten Nacken steigend, Verschlang ihm wie ein Moloch die drei Söhne. Nach Glaube, Ziel, Ideen, Lebensführung
War zwischen ihnen kein gemeiner Zug.
Und jenes heil’ge Band, das mit den reinen, Versöhnenden Strahlen alles überbrückt,
Des Bluts und Herzens Band zerriß der Vater, Der unbeugsame selbst in eisernem Trotz.
Sein Kind dem Schutz des Himmels anempfehlend Stieß er es in die weite Welt hinaus.
Kaum dreizehn Jahre war es erst, doch so
Will’s die uralte Überlieferung.
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