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Lüftchen und Bachgemurmel zog sie auf, Spärlicher Sonnenschein, Grund ohne Segen, Vaterstrenge, Entbehrung, heiße Sehnsucht— Statt Taus fiel Reif auf die durstende Blume. Und unter diesem feindlich rauhen Klima Zur vollen Rose ward die Tochter Jobs, Unverdorben, gesund, ein Wunderbild,
In zauberischem Einklang Kraft und Licht. Majestät ihre Schönheit, die Bewegung Anmut und Rhythmus und wie Silberglocken
Abends im Blachland, die zum Träumen laden,
So voll Gesangs ihr Sprechen, ihre Stimme.
Und was sie spricht, ist klug, schön, was sie denkt, Ein bunter Falter, der die Flügel spreitet
Ob eines hellen Sees blauem Spiegel...
Und ihre Augen?— Oh, erst diese Augen!
Und ob ich hundert Jahre angelte,
Nicht käme auf den Hamen mir ein Wort,
Das dieser Augen Poesie ausspräch’.
Doch zur Erklärung sag’ ich auch ein Märchen:
. Die Nacht der Tiefe und der hohe Tag
Blickten einander an in Sehnsuchtglut, Schmachteten nacheinander, fanden sich, Verschmolzen, trennten sich fortan nicht mehr; Der Fabel Lösung saht ihr wunderbar Flammen in Mirjams schwarzem Augenpaar.
Brachfeld nährte den Leib und Einsamkeit Die Seele,— treue Amme, deren Lied
Gar viel geheime Kräfte weckt und kühner Die Flügel wachsen läßt der Phantasie. Gierig aus gelben- Fetzen für sich selbst Lernte sie lesen, heimlich in der Nacht; Gestohlen aus zerrißnen Büchern blieb ihr Haften ein Wort, ein Lied, Sage, Geschichte: Karge Brosamen von des Geistes Tisch, Freude und Nahrung für die gier’ge Seele.


