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Jüdische Balladen / Josef Kiss ; aus dem Magyarischen übersetzt von Otto Hauser
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Eaens

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Drängt ich anders so zur Eile, Einzge Blume, traute?

O braun Esthers Augen, wie Wissen sie zu bitten,: Und wie schwer zu scheiden ists Von braun Esthers Küssen! Das gelobte Land ists, liegen In braun Esthers Armen. Ihrer süßen Lippen Flüstern

f Alter Märchen Raunen.

Wohin gehst du? Bleib noch heut, Spricht das Mädchen,bleibe I Spricht der Bursch:Doch Mütterlein Wartet auf mich heute.

Traurig ist für sie der Sabbath, Wenn ich heim nicht komme.

Arme Wittib! Ich bin ihres

Hauses helle Sonne.

Sie zu sehn glaub ich, wie sie Eilig schon den Tisch deckt, Vielverflochtnen Barches dann Obenhin zum Sitz legt,

Wasser bringt zum Händewaschen, Ansteckt die drei Kerzen.

Und nun mag der Sabbath eingehn! Ihre Augen glänzen.

manche dieser Ausdrücke, da, wie in der Einführung erwähnt, die eigentliche Sprache der Juden das Deutsche ist. i Zu Sabbatheingang wird in Erwartung derPrinzessin Sabbath immer der Tisch reinlich gedeckt, und ein weißes zopf- artig verflochtenes Brot(Barches, nach den Segenssprüchen genannt, die darüber gesprochen wurden) auf den Platz des Hausoberhauptes gelegt. Auf dem Tisch brennen zumeist so viel Kerzen, als Teil- nehmer da sind. Wasser ist immer vorbereitet. Denn niemand setzt sich zu Tisch, ohne sich Wasser über die Hände gegossen zu haben, wobei die Frömmeren auch einen Spruch murmeln.

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