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Die Unvergessenen / Ilse Stanley ; ins Deutsche übertragen von Ilse F. Stanley
Entstehung
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ILSE STANLEY

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg als Tochter eines hochangesehenen jüdischen Geistlichen geboren, besuchte Ilse Stanley das Auguste-Victo:ia-Lyceum, dann die Berliner Universität, das Theaterwissenschaftliche Institut, stu- dierte Schauspiel bei Ilka Grüning, Regie bei Max Reinhardt, gab während der folgenden Jahre zahllose Rezitationsabende, wurde Schauspielerin, Regisseurin, Theaterleiterin, bis das Hitlerregime auch sie verfolgte. Ilse Stanley ging 1959 mit ihrem sechsjährigen Jungen nach Amerika, um mit zehn Mark in der Tasche ein neues Leben zu beginnen. Sie heiratete zum zweitenmal, führte Regie in ihren zahlreichen Hörspielen und Funk- sendungen sowie an einem Theater nahe New York, sie trat auch selbst wieder auf. Nach Kriegsende setzte sie sich für die geistige Neuorientierung der deutschen Jugend ein, für eine gerechte Beurteilung der Deutschen, für die Nichtaufteilung Deutschlands und für die Freiheit Berlins.

Ilse Stanleys erstes Buch erschien 1954 in England, die Autobiographie Die Unvergessenen folgte in Amerika. Novellen und andere Arbeiten publi- zierte sie in führenden Zeitschriften und Zeitungen.

Gegenwärtig lebt Ilse Stanley mit ihrem Mann im New-Hampshire-Ge- birge, sie arbeitet an einem neuen Buch über Amerika und Deutschland unter dem Titel: Rundreise von Heimat zu Heimat.

»Im Gegensatz zu allen anderen, die nur verallgemeinern und hassen kön- nen, rang sich Ilse Stanley zu der Überzeugung durch, daß blinder Haß nie zu einer Lösung führt. So ist dieses Buch ein Sprachrohr der Menschlich- keit. des Verständnisses und der Versöhnung zwischen den Völkern.« Deutsche Staatszeitung, New York

Obwohl diese erschütternde Biographie von einer Frau geschrieben ist, die durch die Nationalsozialisten schwer gelitten hat, ist dieses Buch kein Buch des Hasses, nicht ein weiterer Bericht von Greuel und Verbrechen, sondern ein Buch der Liebe. Ilse Stanley zeigt wie immer auch hier einen bewun- dernswerten Mut, kompromißlose Standhaftigkeit und einen ungemein klaren überzeugenden Stil.« New York Harald Tribune